Einzelhandelskonzept für die Hansestadt Uelzen

Das Einzelhandelskonzepts für die Hansestadt Uelzen ist durch den Rat der Hansestadt Uelzen beschlossen und kann eingesehen werden. Das Papier bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Angebotsstrukturen des örtlichen Einzelhandels. Ein Eckpunkt ist die Festlegung eines zentralen Versorgungbereichs, es trifft Empfehlungen für das Nahversorgungsnetz, und stellt Entwicklungspotentiale für Sortimente in Uelzen dar.

Einzelhandel - Panorama

Uelzen verfügt bereits über ein attraktives, vielfältiges und umfangreiches Einzelhandelsangebot in allen relevanten Branchen. Das macht die im Konzept dargestellte Ist-Analyse deutlich. Insgesamt sind in Uelzen rund 250 Einzelhandelsbetriebe mit einer Gesamt-Verkaufsfläche von etwa 120.000 Quadratmetern vorhanden. Mit einem Durchschnittswert von 3,5 Quadratmetern Verkaufsfläche pro Einwohner liegt Uelzen deutlich über den Werten benachbarter Zentren. Die Innenstadt weist eine gute Mischung von so genannten Magnetbetrieben und kleinteiligen Fachgeschäften mit Zentren prägenden Sortimenten wie Schuhe, Bekleidung oder Uhren/Schmuck auf. Zusätzlich belebt wird die Innenstadt durch den sehr gut besuchten Wochenmarkt.

Um den Einzelhandelsstandort zu stärken und die vorhandenen Qualitäten zu sichern, trifft das Einzelhandelskonzept verschiedene Festlegungen. Hierzu gehört der so genannte zentrale Versorgungsbereich. So wird sichergestellt, dass sich Geschäfte mit innenstadtrelevanten Sortimenten in der Innenstadt und nicht an anderen Standorten ansiedeln. Dieser zentrale Versorgungsbereich umfasst die gewachsene Innenstadt und einen Teil der westlichen Bahnhofstraße. Ergänzt wird er durch das Marktcenter im Süden und den Uhlenköperpark im Westen, in denen Angebotsformen ansässig sind, die in die Innenstadt nicht oder nur schwer integriert werden können.

Gleichzeitig wird das bestehende Nahversorgungsnetz zukunftsorientiert aufgestellt. So sollen planerische Voraussetzungen für ergänzende Nutzungen oder ggf. notwendige Betriebserweiterungen geschaffen werden. Große Betriebe wie Baumärkte oder Möbelgeschäfte, die einen hohen Flächenbedarf haben und in der Regel solche Waren anbieten, die nur mit dem Fahrzeug transportiert werden können, sollen wie bisher in den Gebieten Breidenbeck / Fischerhof und Oldenstädter Straße räumlich konzentriert werden. „Damit wird vermieden, dass es in anderen Gebieten zu Verdrängungseffekten zulasten von Gewerbebetrieben kommt“, sagt Michael Kopske, Fachbereichsleiter für Stadtplanung bei der Stadt Uelzen. Die Nahversorgung, insbesondere in der Kernstadt, ist durch ein flächendeckendes Netz von gut erreichbaren Lebensmittelgeschäften sichergestellt. Befragungen von Bewohnern und Einzelhändlern ergaben insgesamt eine gute Bewertung des Einkaufsstandortes Uelzen.

Entwicklungspotenziale sieht das Einzelhandelskonzept beispielsweise in den Sortimenten Textilien, Spielwaren / Sport / Freizeit, Schuhe sowie Glas / Keramik / Porzellan und Hausrat oder durch bisher nicht vertretene Anbieter, welche die lokale Angebotsqualität verbessern.

„Hervorzuheben ist auch, dass Uelzen eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Landkreises übernimmt“, erklärt Kopske. Es zeigt sich insbesondere daran, dass etwa 30 Prozent der Uelzener Kunden aus dem Landkreis stammen. Insgesamt liegen die erzielten Umsätze deutlich über der im Stadtgebiet vorhandenen Kaufkraft.