Energiemanagement in Uelzen

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Das kommunale Energiemanagement der Hansestadt Uelzen plant systematisch, den Energieverbrauch in städtischen Gebäuden und Anlagen zu senken. Ziel ist, die Kosten auch ohne teure Sanierungen zu reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Energiemanagement erfasst Verbrauchsdaten, analysiert und setzt Maßnahmen zur Energieeinsparung um. 

Energiemanagement, Klimaschutz und Gebäudemanagement arbeiten eng zusammen. Das kommunale Energiemanagement für die Liegenschaften der Hansestadt Uelzen soll bis April 2028 implementiert werden. Ergebnisse werden regelmäßig veröffentlicht.

 

+ Was ist Energiemanagement?

 

Energiemanagement ist die systematische Erfassung und Steuerung des Energieeinsatzes in Gebäuden. Die Hansestadt Uelzen sammelt dafür Verbrauchsdaten, wertet sie aus und leitet Maßnahmen ab. So wird erkennbar, welche Gebäude viel Energie benötigen und wo Einsparungen möglich sind.

Die Ergebnisse fließen in Energieberichte ein. Sie bilden die Grundlage für Entscheidungen. Jeder Bericht enthält Kosten und Verbräuche von Strom und Heizenergie, die berechneten CO₂-Emissionen sowie witterungsbereinigte Heizdaten pro Gebäude. Die Energieberichte der Hansestadt Uelzen finden Sie im Download-Bereich.

 

Rechtliche Grundlage
Energieberichte sind Pflicht. Nach § 17 des Niedersächsischen Klimaschutzgesetzes (NKlimaG) müssen Kommunen regelmäßig für ihre Gebäude Berichte erstellen und veröffentlichen. 

 

Das Projekt wird aus der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und ist im April 2025 gestartet. Beteiligt ist auch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die einzelnen Phasen des Vorhabens im Überblick:

 

Projektplan: Einführung Energiemanagement

 

Beschreibung des Bildes

 

 

Phase I: Analyse und Vorbereitung

 

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. Die Hansestadt erfasst Daten zu Gebäuden und Verbräuchen. Zähler werden digitalisiert, damit Strom-, Wärme- und Wasserverbräuche tagesaktuell in einer Energiemanagement-Software sichtbar sind. Auch Nutzerverhalten sowie Technik und Einstellungen der Anlagen werden untersucht.

 

(Aktive) Phase II: Planung

 

Für die weitere Planung wertet die Hansestadt die Verbrauchsdaten aus und vergleicht die städtischen Gebäude der über 50 Liegenschaften. Die Hansestadt legt fest, welche Objekte das größte Einsparpotenzial haben, um rund 30 Prozent der Energie einzusparen und deshalb Vorrang bekommen. Für diese Gebäude entstehen konkrete Vorgaben, etwa zu Nutzungszeiten, Temperaturen oder Einstellungen der Technik. Die Vorgaben werden mit Hausmeistern, Nutzenden sowie Klimaschutz- und Gebäudemanagement abgestimmt.

 

Phase III: Durchführung

 

In dieser Phase kommen die Maßnahmen in die Praxis. Hausmeister und Nutzende werden geschult, damit die Vorgaben im Alltag umgesetzt werden können. Zugleich wird Messtechnik eingebaut: Bestehende Strom-, Wasser- und Gaszähler erhalten Aufsätze, die die Verbräuche digital fortschreiben und per App kontrollierbar machen.

 

Phase IV: Monitoring

 

Die Hansestadt verfolgt den Energieverbrauch kontinuierlich und vergleicht ihn mit dem Referenzjahr 2024. Auf dieser Grundlage werden Vorgaben angepasst und weitergeführt. Hausmeister und Nutzende bleiben eingebunden: Gemeinsam werden Erfahrungen ausgewertet und neue Einsparpotenziale entwickelt.

 

Ergebnisse

Die Hansestadt Uelzen veröffentlicht ihre Energieberichte regelmäßig auf dieser Seite. Die Berichte zeigen, wie sich Energieverbrauch und Kosten entwickeln und welche Fortschritte beim Klimaschutz erreicht werden. Die aktuellen Dokumente stehen im Download-Bereich zur Verfügung.

 

Förderung und Partner

Das Projekt läuft vom 16. April 2025 bis zum 30. April 2028 und wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Partner sind die Hansestadt Uelzen, das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg (gAöR) und die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (Z.U.G.) gGmbH. Das Vorhaben trägt das Förderkennzeichen 67K23578.

Mehr Infos beim Projektträger: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie