Aus dem Archiv

Aus dem Archiv: Der Kulturkreis Uelzen feiert Geburtatag

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann sich das kulturelle Leben in Uelzen langsam wieder zu entwickeln. Bereits im Januar 1946 wurde ein städtischer Kulturausschuss gegründet, um die Rahmenbedingungen zur Organisation von Kulturveranstaltungen zu planen. Man wurde sich einig, dass der zukünftige Träger der Veranstaltungen eine überparteiliche und ehrenamtliche Vereinigung sein sollte.

Aufruf zum Kulkreis UelzenAm 4. November fand im Schützenhaus eine kleine Diskussionsrunde statt, die als Ergebnis den Kulturkreis Uelzen gründete. Am 4.12.1946 erschien ein Aufruf zum Beitritt des städtischen Kulturkreises, der von 34 Bürgern des öffentlichen Lebens unterzeichnet war. Es wurde hier betont, dass der Kulturkreis für die Stadt die Aufgabe übernehmen sollte, hochwertige kulturelle Veranstaltungen zu organisieren. Bis Ende Dezember hatten sich bereits 900 Personen in mehrere in der Stadt ausliegende Listen als Mitglied eingetragen, bis März 1947 erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 1000 Personen.

In den Jahren 1947 und 1948 gab es bereits 73 Theater-, Lese- und Konzertveranstaltungen, die u.a. im Central-Theater oder in der Aula der Oberschule für Jungen aufgeführt wurden. Nach fünf Jahren seines Bestehens musste der Vorstand finanzielle Schwierigkeiten, neben den ständigen räumlichen, eingestehen. Daher sollte in Zukunft auch der leichteren Unterhaltung Platz eingeräumt werden, um die Kulturarbeit auf eine breitere Grundlage stellen zu können. Eine breitere Interessentenschicht sollte gefunden und auch für Kinder ein kulturelles Angebot geschaffen werden.

1955 wurde der Kulturkreis auf Stadt- und Kreisebene neu gebildet. Zweck des Kulturkreises Uelzen e.V. war und ist die Pflege und Förderung des kulturellen Lebens sowie die Förderung der Volksbildung. Seither organisiert der Kulturkreis die Veranstaltungen u.a. des Theater- und symphonischen Ringes, Musiktheater, Kammermusik und Kleinkunst, Kinder- und Jugendtheater im (seit 1970 bestehenden) Theater sowie an anderen Veranstaltungsorten. Er organisiert ferner seit 1970 den „Kuhlau-Musikpreis“ und seit 1981 in Zusammenarbeit mit der Stadt Uelzen die „Holdenstedter Festwochen“.

Quellen und Literatur:

Aufruf zum Beitritt in den Kulturkreis Uelzen, Stadtarchiv Uelzen.
Kulturkreis Uelzen (Hg.): 1946-2006. 60 Jahre Kulturkreis Uelzen, Uelzen 2006.