Presse RSS Icon


Altes Kreishaus in Uelzen: Investoren stellen aktuelle Pläne für ein Ilmenau Quartier vor

Mehrere vier- bis fünfgeschossige Wohngebäude aus dunkelrotem Klinker gruppieren sich um einen begrünten Innenbereich. Große Fenster und Balkone prägen das Erscheinungsbild. Vor den Gebäuden verläuft ein Fuß- und Radweg direkt am Wasser, links joggt eine Person, rechts fotografiert jemand die Szene. Hohe Gräser und Sträucher wachsen am Ufer, einzelne Bäume stehen zwischen den Häusern. Der Himmel ist blau, die Stimmung wirkt ruhig und sommerlich.
Illustration (THIEME I architektur I projektentwicklung): Blick auf das Quartier von der Ilmenau

05.12.2025

Auf dem Gelände des ehemaligen Kreishauses in Uelzen nimmt die Idee eines zukunftsweisenden Wohnquartiers Gestalt an: Mit dem „Ilmenau Quartier“ wollen die Investoren, die Uelzener Familienunternehmen Hentschke und Thieme, ein urbanes, lebendiges und generationenverbindendes Wohnangebot schaffen. Die aktuellen Pläne dazu wurden gestern Abend im Bauausschuss der Hansestadt Uelzen vorgestellt. „Das Vorhaben ist ein weiteres, starkes Signal für die Weiterentwicklung unserer Stadt. Das Konzept bereichert und stärkt Uelzens Mitte. Wir freuen uns über das Engagement der Investoren“, sagt Stadtbaurat Dr. Andreas Stefansky.  

Das Quartier soll Menschen aller Lebenslagen ansprechen: Familien ebenso wie Singles, Best Ager oder Berufspendelnde aus Stadt und Landkreis Uelzen und darüber hinaus. „Wir bauen nicht für eine Zielgruppe – wir bauen für ein Miteinander. Menschen, die künftig in Uelzen leben wollen oder die hier bereits leben und arbeiten, brauchen attraktiven, bezahlbaren, energetisch und somit Nebenkosten-optimierten Wohnraum“, erklärt Bauherr Bastian Hentschke. Die Pläne stammen aus der Feder von Architekt Stefan Thieme, der bereits verschiedene Bauprojekte in Uelzen gestaltet hat.

Bis Mitte des nächsten Jahres wollen Hentschke und Thieme den Bauantrag einreichen. Die Planungen sind konkret, die Grundrisse stehen. Wie das Quartier im Herzen der Ilmenau-Stadt zukünftig konkret aussehen soll, zeigte gestern ein Imagefilm. Auf dem Areal des ehemaligen Kreishaus sollen 116 barrierearme, lichtdurchflutete Mietwohnungen entstehen – vom 1-Zimmer-Appartement bis zur 4-Zimmer-Familienwohnung. Ergänzt werden soll das Angebot durch eine hausinterne Gastronomie, eine Praxis für Physiotherapie sowie buchbare Gemeinschaftsflächen für Feiern und Begegnung.

„Das künftige Ilmenau Quartier soll nicht nur Menschen aus der Stadt anziehen“, so Stefan Thieme. Mit seiner zentralen Lage, der Nähe zu kulturellen Angeboten, ärztlicher Versorgung, Marktcenter, Schulen, Vitalmarkt und Apotheken sowie dem geplanten Carsharing-Angebot werde es Berufspendlern ebenso attraktive Möglichkeiten bieten wie für all jene, die sich attraktiven Wohnraum, aber kein Eigenheim (mehr) leisten möchten.

Modernes Wohnen mit hanseatischem Charakter

Gestalterisch soll sich das neue Quartier in das Stadtbild einfügen: Mit Fassaden im hanseatischen Rotklinkerstil, modernen Balkonen, ökologischen Dächern und einem begrünten Innenhof mit direktem Zugang zur Ilmenau. Ein saisonales Bistro am geplanten grünen Uferbereich der Ilmenau soll zukünftig zum Verweilen einladen.

„Zudem ist ein umfassender Rundum-Service angedacht – als optionale Alltagshilfe wie etwa Hausmeisterdienste oder unterstützende Services für die Bewohner“, erläutert Alexander Thieme. Auch energetisch setzen die Bauherren auf Nachhaltigkeit: Eine PV-Anlage sowie eine hauseigene E-Carsharing-Flotte, die von den Bewohnern genutzt werden kann, sind Teil des Konzepts.

Was bereits 2023 als Vision angekündigt wurde, wird nun konkret: „Das Projekt ist gereift und wir freuen uns über die konstruktive Zusammenarbeit mit der Hansestadt Uelzen“, sagt Julian Hentschke. Abhängig vom Verlauf des erforderlichen Bebauungsplanverfahrens könnte Ende 2026 der erste Spatenstich erfolgen.