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Gedenkveranstaltung am 9. November - Konzert und Kranzniederlegung

Konzert mit dem WAKS Ensemble – Kranzniederlegung am Rathaus

Die Hansestadt Uelzen lädt ihre Bürger und Gäste am Sonnabend, 9. November, zum Gedenken an die Pogromnacht 1938 ins Rathaus ein: Um 18 Uhr erinnert ein Konzert des WAKS Ensemble an jüdische Schicksale im Nationalsozialismus. Begleitet von der Mahnwache der Pfadfinder des Stammes St. Hubertus wird zuvor, um 17.30 Uhr, ein Kranz am Mahnmal vor dem Rathaus niedergelegt.

Das WAKS Ensembles präsentiert an diesem Abend ihr Programm „Oves“ mit jiddischen Liedern, die einfühlsam und mitreißend neu arrangiert und interpretiert werden. Ausdrucksstarke Phonographen-Stimmen von Vorfahren (jiddisch „Oves“) aus einer versunkenen Welt bringt das Ensemble für Nachfahren und interessiertes Publikum wieder zum Klingen. Sie erinnern an das beinahe ausgelöschte jiddische Leben in Osteuropa. „Das Vergangene wird auf diese Weise sehr nah gebracht. Ich bin dankbar, dass wir das Ensemble in Uelzen begrüßen können“, sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt.

Foto Shendl Copitman Kovnatskiy frei verwendbar: Jiddische Originalstimmen aus einer versunkenen Welt im Konzert mit dem WAKS-Ensemble
(Foto: Shendl Copitman Kovnatskiy frei verwendbar - Jiddische Originalstimmen aus einer versunkenen Welt im Konzert mit dem WAKS-Ensemble)

Die Sängerin Inge Mandos wollte unbedingt zusammen mit den Stimmen aus dieser damaligen Zeit singen, die sie faszinieren. Ein Archiv von historischen Aufnahmen, aufgezeichnet auf Wachswalzen-Phonographen (Wachs heißt jiddisch WAKS), machte es möglich: Verschollene Stimmen von Menschen, die vor 80 Jahren gelebt haben, werden zu Solisten des Abends. Inge Mandos hat Nachfahren dieser Sängerinnen und Sänger ausfindig gemacht und von ihnen die Geschichten erfahren, die hinter den Stimmen stecken. Sie hat in Gesprächen erlebt, auf welche Resonanz die Vergangenheit mit ihren alten Liedern bei den heutigen Menschen stößt und welche Gefühle sie auslösen.

Begleitet wird Sängerin und Moderatorin Inge Mandos von Klemens Kaatz (Piano, Akkordeon) und Hans-Christian Jaenick (Violine).