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Hansestadt Uelzen gedenkt Opfern der Reichspogromnacht

Kranzniederlegung am Rathaus – Gut besuchte Veranstaltung zum Leben der Nesthäkchen-Autorin Else Ury

09.11.2022

Die Hansestadt Uelzen gedachte heute, 9. November, der Opfer der Reichspogromnacht im Jahr 1938. Bürgermeister Jürgen Markwardt und Propst Jörg Hagen legten einen Kranz am Mahnmal vor dem Rathaus nieder. Dabei wurden sie von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern des Stammes St. Hubertus begleitet, die Zeitzeugenberichte und die Namen von 50 ermordeten jüdischen Uelzener Bürgerinnen und Bürger verlasen.

Fotos (Hansestadt Uelzen): Bürgermeister Jürgen Markwardt (Mitte) und Propst Jörg Hagen legen gemeinsam mit den Pfandfindern einen Kranz zum Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht nieder.

„Wir dürfen nie vergessen, was in Deutschland vor 84 Jahren passiert ist. Heute erleben wir antisemitische und rechtsradikale Tendenzen wieder deutlich auf dem Vormarsch. Abzulesen sind diese bei den politischen Wahlen bei uns und auch in anderen Ländern. Signale, die uns zeigen, dass wir immer wachsam bleiben müssen. Auch deshalb ist Erinnerungskultur so unglaublich wichtig“, sagte das Stadtoberhaupt bei der anschließenden Lesung zum Leben der Nesthäkchen-Autorin Else Ury. Rund 80 Zuhörende nahmen an der Veranstaltung im Ratssaal teil.

Die Pianistin Cordula Hacke und die Flötistin Anna Dina Björn-Larsen gaben mit Texten, Erzählungen und Musik ein eindrückliches Bild der Bestseller-Autorin. Mit Ausschnitten aus dem Buch “Mir kann doch nichts geschehen” von Marianne Brentzel zeigten die beiden Frauen das Schicksal von Else Ury zwischen der heilen Welt ihrer Jugendbücher und der grausamen historischen Realität wie auch zwischen jüdischer Tradition und deutscher Kultur.

Fotos (Hansestadt Uelzen): Bürgermeister Jürgen Markwardt (Mitte) und Propst Jörg Hagen legen gemeinsam mit den Pfandfindern einen Kranz zum Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht nieder.

Fotos (Hansestadt Uelzen): Bürgermeister Jürgen Markwardt (Mitte) und Propst Jörg Hagen legen gemeinsam mit den Pfandfindern einen Kranz zum Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht nieder.