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Hansestadt Uelzen würdigt ehrenamtliches Engagement

Bürgermeister Jürgen Markwardt  hat die Ehrennadel der Hansestadt an Hans-Joachim Lepel, Erwin Reitenbach, Andreas Hartig, Ute Lange-Brachmann, Birgit Alpers-Meyer und Jürgen Altenburg überreicht.

Foto Hansestadt Uelzen: Bürgermeister Jürgen Markwardt (re.) hat die Ehrennadel der Hansestadt überreicht an v. l.: Hans-Joachim Lepel, Erwin Reitenbach, Andreas Hartig, Ute Lange-Brachmann, Birgit Alpers-Meyer und Jürgen Altenburg

Sechs Ehrennadel vergeben

Sechs Ehrenamtliche wurden gestern, Montag, 16. Mai, in der Sitzung des Rates der Hansestadt Uelzen ausgezeichnet. Bürgermeister Jürgen Markwardt würdigte das freiwillige Engagement von Birgit Alpers-Meyer, Ute Lange-Brachmann, Jürgen Altenburg, Andreas Hartig, Hans-Joachim Lepel und Erwin Reitenbach mit der Ehrennadel der Hansestadt.
 

Birgit Alpers-Meyer für ihren beispielhaften Einsatz im kulturellen Bereich

Birgit Alpers-Meyer engagiert sich im Verein „Internationale Sommerakademie Lüneburger Heide“ ein. Sie ist seit Vereinsgründung und der ersten Sommerakademie im Jahr 2010 Schatzmeisterin und Leiterin für alles Organisatorische. „Die Akademie ergänzt die Uelzener Kulturlandschaft in besonderer Weise“, sagte Bürgermeister Jürgen Markwardt.

Seit 2003 ist Alpers-Meyer zudem Vorstandsmitglied und Schriftführerin im Kulturkreis Uelzen. Sie leitet die Sparte Symphonischer Ring. Der Kulturkreis fördert die Kunst und Kultur der Hansestadt insbesondere mit rund 35 bis 40 Veranstaltungen pro Jahr. Darüber hinaus hat sie auch in der Schlosswochen Gesellschaft Verantwortung übernommen und war mehrere Jahre als Schatzmeisterin tätig. Nach über 40 Jahren des Mitsingens in der St.-Marien-Kantorei hat sie vor vier Jahren den Posten der Schatzmeisterin des Förderkreises übernommen. Bereits Anfang der 90er Jahre wirkte sie im Vorstand der Musikschule mit.

2018 hat Alpers-Meyer den Kulturpreis des Landkreises Uelzen verliehen bekommen.
 

Ute Lange-Brachmann für ihren beispielhaften Einsatz im kulturellen Bereich

Von 2000 bis 2010 lagen die Holdenstedter Schlosswochen in den Händen des neu eingerichteten städtischen Kulturmanagements, das Ute Lange-Brachmann besetzte. Die Holdenstedter Schlosswochen wurden bereits Anfang der 1980er Jahre von der Stadt Uelzen in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis eingerichtet – bis dato als Forum für allerlei Darbietungen hauptsächlich aus dem regionalen Raum.  Lange-Brachmann entwickelte in Zusammenarbeit mit dem bekannten Karlsruher Musikwissenschaftler Dr. Joachim Draheim ein neues Konzept: die Holdenstedter Schlosswochen beinhalten seitdem ein auf ein Thema konzentriertes Kammermusikfestival mit literarischen Akzenten.

Um dieses Konzept zu bewahren und die Tradition fortzusetzen, wurde nach dem Ausscheiden von Ute Lange-Brachmann aus den Diensten der Stadt Uelzen im Oktober 2010 die Schlosswochen Gesellschaft gegründet. Dieser eingetragene gemeinnützige Verein organisiert die Schlosswochen seit 2011. Die künstlerische und geschäftliche Leitung hat Ute Lange-Brachmann übernommen.  Seit 2003 ist Lange-Brachmann auch im Vorstand des Kulturkreises tätig. Als ehemalige Kulturmanagerin der Stadt Uelzen war sie Geschäftsführerin und für verschiedene Sparten zuständig. Nunmehr ist sie die erste Vorsitzende des Vereins.

Darüber hinaus organisiert sie über die Werner-Bergengruen-Gesellschaft Lesungen. Auch engagiert sie sich beim Soroptimist International Club Uelzen. „Ute Lange-Brachmann hat die Kulturarbeit in den vergangenen Jahrzehnten erheblich geprägt. Dafür sagen wir Danke“, so das Stadtoberhaupt.
 

Jürgen Altenburg für seinen beispielhaften Einsatz im Sport- und Vereinswesen

Jürgen Altenburg war mehr als 20 Jahre 1. Vorsitzender des SV Holdenstedt. In seiner Amtszeit von 1997 bis 2020 hat er mit seiner ruhigen und besonnenen Art den Verein über viele Jahre geprägt. „Unter seiner Führung ist der SV Holdenstedt zu einem der drei größten Sportvereine der Hansestadt Uelzen gewachsen“, hob Markwardt heraus. Begleitet hat er in seiner Amtszeit den Kauf des heutigen Sportplatzes, den Kauf der Sporthalle Kl. Süstedt, die Sanierung der Halle oder die Erneuerung der Flutlichtanlage auf dem Sportplatz. Auch nach seinem Rücktritt als 1. Vorsitzender steht er nun weiter als 2. Vorsitzender mit Rat und Tat zur Seite.

Jürgen Altenburg ist 1967 über den Fußball als Jugendlicher im SV Holdenstedt eingetreten und war zudem bis 1988 langjähriger Fußball-Jugendleiter. Von 1988 bis 1997 war er bereits im Vorstand als 2. Vorsitzender vertreten.

Jürgen Altenburg wurde mit der bronzenen Ehrennadel des SV Holdenstedt 1987 sowie mit der goldenen Ehrennadel des Vereins 2007 ausgezeichnet. Die Goldende Ehrennadel des Landessportbundes hat er 2019 bekommen.
 

Andreas Hartig für seinen beispielhaften Einsatz im Feuerlöschwesen, insbesondere als Stadtjugendfeuerwehrwart

Andreas Hartig ist Hauptlöschmeister bei der Freiwilligen Feuerwehr.  „Seine besonderen Verdienste liegen vor allem bei den Jugendfeuerwehren. Er hat sich engagiert für den Nachwuchs eingesetzt“, erklärte der Bürgermeister. Hartig ist 1986 in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Ab 1997 bis 2015 war er Jugendfeuerwehrwart in Holdenstedt und zugleich von 2006 bis 2008 der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart. Von 2008 bis 2020 hatte er die Position des Stadtjugendfeuerwehrwartes inne. Begleitet hat er in dieser Zeit die Gründungen der Kinderfeuerwehr in der Hansestadt Uelzen sowie der Jugendfeuerwehren Gr. Liedern, Hanstedt II und Molzen. Seit 2016 betreut Hartig zudem eine Feuerwehr-AG an der Grundschule Holdenstedt. Bei der Kreisjugendfeuerwehr ist er weiterhin als Kassenwart aktiv.

Ehrungen für Andreas Hartig:

  • 2003: Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr
  • 2008: Floriansmedaille der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr
  • 2013: Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber
  • 2018: Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Silber
     

Hans-Joachim Lepel für seinen beispielhaften Einsatz für den Präventionsrat im Landkreis Uelzen

2014 hat Hans-Joachim Lepel, der ehemalige Schulleiter des Lessing-Gymnasiums Uelzen, das Amt als Vorsitzender des Präventionsrates übernommen. Mit der Präventionsarbeit war Lepel durch den Kontakt zwischen Präventionsrat und den Uelzener Schulen vertraut. „Er hat diese Arbeit zusammen mit Peter Wegener, dem langjährigen Geschäftsführer des Präventionsrates, und den verschiedenen Gruppen fortgesetzt und den sich immer wieder wandelnden Erfordernissen und Möglichkeiten angepasst“, lobte das Stadtoberhaupt.

Unter seinem Vorsitz wurden Uelzener Foren geplant, vorbereitete und durchgeführt:

  • 9. Uelzener Forum 2015 "Bildung als/statt Prävention" –  in Zusammenarbeit mit der Ostfalia Hochschule Suderburg
  • 10. Uelzener Forum 2017 "Demografischer Wandel und Digitalisierung der Gesellschaft" - in Zusammenarbeit mit der Ostfalia Hochschule Suderburg
  • 11. Uelzener Forum 2019 "Respekt? Respekt!" - in Zusammenarbeit mit der Ostfalia Hochschule Suderburg, der Paritätische und dem Bildungsbüro
  • 12. Uelzener Forum 2021 "Extremismus" - in Zusammenarbeit mit der Ostfalia Hochschule Suderburg, der Paritätische und dem Bildungsbüro

Zudem veranstaltet der Präventionsrat regelmäßige Informationsabende, Vorträge und Konzerte zu den unterschiedlichsten Themen wie beispielsweise zur Sicherheit für Senioren, zu Elternbriefen im Netz, Hörzeitung für Blinde, Gewalt im Schaufenster, Internetgefahren oder ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit.
 

Erwin Reitenbach für seinen beispielhaften Einsatz im Schützenwesen, insbesondere als langjähriger Stadthauptmann der Schützengilde Uelzen

Erwin Reitenbach ist 1985 in die Schützengilde der Stadt Uelzen von 1270 e.V. eingetreten.

2000 wurde er zum Gilderottmeister ernannt. Reitenbach führte das Amt des Pressesprechers in der Gilde. Im Jahr 2006 wurde er zum Leutnant und Kompanieführer der 1. Bürgerkompanie gewählt.

2014 wurde er zum Stadthauptmann der Schützengilde der Stadt Uelzen von 1270 gewählt, er übte dieses Amt bis ins Jahr 2022 aus. „Erwin Reitenbach hat 22 Jahre Vorstandsarbeit in der Schützengilde geleistet“, hob Bürgermeister Markwardt hervor.

Als Stadthauptmann war er federführend bei der Satzungsänderung für die Aufnahme von Frauen in die Schützengilde. Unter seiner Führung wurde auch das Schützenfest vom Schützenplatz in die Stadt auf den Herzogenplatz verlagert. Reitenbach hat für seine geleisteten Dienste in der Schützengilde den Verdienstorden II. Klasse, den Gildeverdienstorden I. Klasse sowie die Sonderklasse des Gildeverdienstordens verliehen bekommen.


Ehrennadeln der Hansestadt werden in der Regel jährlich für herausragendes Engagement vergeben. Nach letztmaliger Ehrung Anfang 2020 konnte nun nach coronabedingter Pause wieder eine Auszeichnung stattfinden. Dagmar Glemme und Erika Stolte sind ebenfalls für die diesjährige Ehrennadel vorgesehen – beide konnten jedoch nicht an der Ratssitzung teilnehmen. Die Ehrungen werden nachgeholt.