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Klimaschutz: Uelzen ausgezeichnet

v.l.: Umwelt-Staatssekretär Frank Doods, Karina Timmann, Klimaschutzmanagerin der Hansestadt Uelzen, mit dem Scheck über 10.000 Euro, und Bürgermeister Jürgen Markwardt bei der Preisverleihung zum Wettbewerb "Klima kommunal"
Foto (Hansestadt Uelzen): (von links) Umwelt-Staatssekretär Frank Doods, Karina Timmann, Klimaschutzmanagerin der Hansestadt Uelzen, und Bürgermeister Jürgen Markwardt

 

Niedersächsisches Umweltministerium ehrt acht Kommunen

Umwelt-Staatssekretär Frank Doods und der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags, Dr. Jan Arning, haben die Hansestadt Uelzen für das geplante klimafreundliche Neubaugebiet „Im Deinefelde“ im Ortsteil Oldenstadt ausgezeichnet und ein Preisgeld von 10.000 Euro überreicht. Das Uelzener Projekt gehört zu fünf sogenannten Leuchtturmprojekten, die im Wettbewerb „Klima Kommunal“ gewürdigt wurden. Bei der heutigen feierlichen Ehrung im Hannover Congress-Center gab es insgesamt acht Preisträger in drei Kategorien.

Die Hansestadt Uelzen schafft das erste klimafreundliche Wohngebiet, das fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas und Erdöl ausschließt, die Häuserdachflächen nach Süden ausrichtet, um Solarenergie optimal zu nutzen oder mit Gründächern sowie Bepflanzung statt Kies- und Steingärten gestaltet wird. „Ich freue mich sehr, dass unser Engagement wertgeschätzt wird. Das Preisgeld werden wir dafür einsetzen, um weitere Anreize für klimaneutrales Bauen in diesem Wohngebiet zu bieten“, sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt. Uelzen hat bereits 2014 ein gesamtstädtisches Klimaschutzkonzept verabschiedet und setzt die dort vorgesehenen Maßnahmen konsequent um.

An dem landesweiten Wettbewerb „Klima Kommunal“ hatten sich in diesem Jahr 50 Kommunen mit 54 Projekten beteiligt, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Aus den Bewerbungen hat eine Expertenjury die acht Preisträger für die verschiedenen Kategorien ausgewählt. Den Titel „Niedersächsische Klimakommune 2020“ erhielten die Städte Oldenburg und Osnabrück. Einen Zukunftspreis erhielt die Stadt Borkum.  Neben Uelzen wurden der Regionalverband Großraum Braunschweig, die Stadt Gehrden, die Stadt Langenhagen sowie die Landkreise Wittmund und Friesland als Leuchtturmprojekte ausgezeichnet.

Staatssekretär Doods, der in Vertretung von Umweltminister Olaf Lies sprach, ist begeistert, wie sich der Wettbewerb entwickelt hat: „Die hohe Beteiligung der Kommunen beim diesjährigen Wettbewerb zeigt sehr deutlich, dass das Thema Klimaschutz in allen kommunalen Handlungsfeldern angekommen ist und eine wichtige Rolle spielt. Vor Ort wird damit die Arbeit unserer Städte, Gemeinden und Landkreise zum Multiplikator für den Klimaschutz. Damit machen sie den Klimaschutz vor allem auch für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar.“

Zum Wettbewerb:

Die niedersächsischen kommunalen Spitzenverbände und das niedersächsische Umweltministerium richten den Wettbewerb „Klima kommunal“ seit 2010 alle zwei Jahre aus. Seit 2014 ist die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich. Ziel ist es, die vielen kreativen und innovativen lokalen Klimaschutzaktivitäten im Land einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das kommunale Engagement zu würdigen. Das Umweltministerium hat insgesamt 100.000 Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt. 

Die Preisträgerinnen des niedersächsischen Wettbewerbs „Klima kommunal 2020“:

Niedersächsische Klimakommune 2020 mit jeweils 20.000 Euro Preisgeld

  • Stadt Oldenburg: Projekte „Oldenburger Solarprogramm“ und „Mobile Klimaschutzschule“
  • Stadt Osnabrück: Projekte „Osnabrücker Gründachstrategie" und „WebGIS-gestütztes Unterrichtsmodul: Der Klimawandel in meiner Stadt"

Zukunftspreis dotiert mit 10.000 Euro Preisgeld

  • Stadt Borkum: Projekt „Emissionslose Nordseeinsel 2030“

Klimaschutz-Leuchtturm mit 10.000 Euro Preisgeld

  • Hansestadt Uelzen: Projekt „Klimafreundliches Neubaugebiet Im Deinefelde
  • Regionalverband Großraum Braunschweig: Projekt „SUNIVERSUM – Netzwerk für das gute Leben“
  • Stadt Gehrden: Projekt „Das 100-Sonnendächer-Programm“
  • Stadt Langenhagen: Projekt „Langenhagen.bewegt.elektrisch“
  • Landkreise Wittmund und Friesland: Projekt „Kommunale Wärmeplanung und Erneuerbare Energien“