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Litfaßsäulen neu gedacht

Foto: Die Figuren im Säulendesign „Perspektivwechsel“ von Saskia van der Meer zeigen je nach Betrachtungspunkt einen anderen Gesichtsausdruck (Fotomontage), © Saskia van der Meer.

 

Eine klassische Werbefläche wird zur Leinwand: Rund zwanzig Litfaßsäulen der Lifa Städtewerbung in der Innenstadt von Uelzen verwandeln sich von Februar bis März 2018 zu einer Ausstellung im öffentlichen Raum. Das Projekt „Let’s Litfaß“ entsteht in Zusammenarbeit zwischen Lifa, Marwitz Außenwerbung und der Hochschule für Künste Bremen – die Gestaltungskonzepte für die Säulen entwickeln Studierende aus dem Bereich Integriertes Design.

Let’s Litfaß
12. Februar – 30. März 2018
Uelzener Innenstadt

www.hfk-bremen.de/lets-litfass

Die ursprünglich für Kulturwerbung konzipierte Litfaßsäule ist das älteste Werbemedium Deutschlands. Durch die auffällige Größe und die Möglichkeit der 360°-Plakatierung bietet sie ein besonderes Gestaltungspotenzial, das im Rahmen des Projekts ausgelotet wird. Jede der Säulen wird individuell auf den jeweiligen Standort abgestimmt, alle gemeinsam ergeben einen Rundgang, für den ein eigener Stadtplan entwickelt wird.

Viele freie Flächen

Die Projektidee ist entstanden, da die Werbeflächen zu manchen Jahreszeiten weniger ausgelastet sind. Lifa-Geschäftsführerin Oona Schmalbruch sieht darin eine Chance zum Experimentieren: „Außenwerbung kann sehr kreativ eingesetzt werden, leider passiert das nur selten. Unsere Firma war bei der Gründung vor allem im kulturellen Bereich tätig. Nach 70 Jahren trauen wir uns, die alte Ausrichtung wieder aufzunehmen.“

Gestaltungskonzepte für dreidimensionale Werbeflächen

Eine Litfaßsäule lädt als zylindrisches, frei stehendes Objekt dazu ein, umlaufende Motive zu entwickeln und die Krümmung der Säule in die Gestaltung einzubeziehen. Die Studierenden schöpfen diese Möglichkeiten auf vielfältige Weise in ihren Designs aus.

In der Arbeit "Perspektivenwechsel" von Saskia van der Meer beispielsweise spielt der Standpunkt des Betrachters eine entscheidende Rolle: Je nach dem, von welcher Seite man das Motiv betrachtet, verändert sich der Gesichtsausdruck der abgebildeten Charaktere – ein nachdenkliches Gesicht erscheint plötzlich wütend, ein fröhliches betrübt.

Foto: „Das Monster“ von Haejin Park, Janika Wetzig, Wiebke Boltes und Yuanfeng Zhao lädt zum Ertasten und Mitmachen ein (Fotomontage), © Judith Bürger.

 

Haejin Park, Janika Wetzig, Wiebke Boltes und Yuanfeng Zhao verwandeln mit ihrem Projekt eine der Litfaßsäulen in „Das Monster“: Kinder und Erwachsene können in das Maul des Monsters greifen, gefressene Gegenstände ertasten und sich überlegen, warum das Monster diese Dinge wohl verspeist hat. Die Gruppe lädt mit ihrem partizipativen Projekt KiTas, Kindergärten und Grundschulen in Uelzen und die Kinder der Umgebung ein, dem Monster einen Namen zu geben und seine Abenteuer aufzumalen oder aufzuschreiben. Die eingesendeten Monster-Bilder und -Geschichten werden in einem Blog und einer Publikation gesammelt.

„Let’s Litfaß“ ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule für Künste Bremen (betreut von Prof. Kyung-hwa Choi-ahoi, Prof. Tania Prill und Sandra Doeller) und der Lifa Städtewerbung GmbH & Co. KG in Bremen (betreut von Paul Baumgarten).

 

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