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Machbarkeitsstudie zum Ilmenausee in Uelzen wird vorgestellt

Ausschüsse der Hansestadt tagen am 22. Mai

Die beauftragte Machbarkeitsstudie zum Projekt Ilmenausee in Uelzen ist abgeschlossen und wird am Dienstag, 22. Mai, um 18 Uhr, in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Zukunftsplanung, Stadt-, Ortsteil- sowie Quartiersentwicklung und Wirtschaft sowie des Ausschusses für Bauen, Infrastruktur, Umwelt- und Klimaschutz im Rathaus der Hansestadt vorgestellt. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.

Die Studie kommt nach Prüfung mehrerer Varianten zu dem Ergebnis, dass das Projekt Ilmenausee aus naturschutzfachlicher, hydrologischer und verkehrstechnischer Begutachtung sowie denkmalschutzrechtlicher Sicht umsetzbar wäre. Der See würde eine Wasserfläche von etwa 2.600 Quadratmetern umfassen. Der Stadtgraben bliebe in seiner aktuellen Lage und Gestalt erhalten. An diesen angrenzend, erstreckt sich die Wasserfläche in Richtung Herzogenplatz. Die Bulleninsel bliebe ebenso unberührt wie der stadtseitige Uferbereich der Ilmenau zwischen Katzenbuckelbrücke und Stadtgraben. Im Rahmen der erforderlichen Detailplanungen wäre die endgültige Wassertiefe des Sees festzulegen, um Pflanzenwachstum zu unterdrücken. Eine verstärkte Vermehrung von Mücken wäre aufgrund der Wassertiefe, der unruhigen Wasseroberfläche durch eine Fontäne und des Zugangs von Fischen und Insekten nicht zu erwarten.

Das Konzept sieht die Verlegung der südöstlich des Herzogenplatzes verlaufenden Fritz-Röver-Straße in die Flucht der Schuhstraße vor. Der Bereich zwischen Schuhstraße und Rathaus am Herzogenplatz würde verkehrsberuhigt.

Die Kosten für den Ilmenausee einschließlich der Verlegung der Straße würden rund 4,9 Millionen Euro betragen.

Das Projekt „Ilmenausee“ ist nach Auskunft des Amtes für Regionale Landesentwicklung im Rahmen des Programms „Zukunft Stadtgrün“ förderfähig, jedoch nur eingebunden in einem Gesamtkonzept unter zusätzlicher Berücksichtigung der Ilmenau-Auen und der Erlebbarkeit des Naturraumes Bulleninsel. Die Stadtverwaltung wird am kommenden Dienstag deshalb ergänzend ein Konzept für die Belebung des Grüngürtels entlang der Ilmenau im Innenstadtbereich vorstellen. Danach könnte nördlich der Gudestorbrücke ein Auegarten, neue Wegeverbindungen, Holzbrücken und -podeste an der Ilmenau geschaffen, eine Boulebahn,  Beach-Volleyball-Felder und einiges mehr entstehen.

Dieses Gesamtkonzept könnte mit rund 5 Millionen Euro gefördert werden. Für die Hansestadt bliebe als Eigenanteil ein Betrag von rund 3,9 Millionen bei einem Gesamtprojektvolumen von rund 8,9 Millionen Euro. Rund 500.000 Euro könnte die Hansestadt aus Grundstücksverkäufen am See erzielen, die den Eigenanteil noch reduzieren würden.

Die Aufnahme in das Programm „Zukunft Stadtgrün“ wäre frühestens möglich für das Jahr 2020. Eine Antragstellung zur Aufnahme in das Förderprogramm müsste bis zum 1. Juni 2019 erfolgen. Die Kosten für die vorbereitenden Arbeiten zum Antrag auf Aufnahme belaufen sich auf rund 35.000 Euro.

Für die nächsten notwendigen Schritte zur Realisierung des Projekts „Ilmenausee“ hatte der Rat der Hansestadt Uelzen im Rahmen der Haushaltsplanberatungen vorsorglich 247.000 Euro für Planungskosten/-aufträge in den Haushalt 2018 der Hansestadt aufgenommen und mit einem Sperrvermerk versehen. Eine Möglichkeit wäre, zunächst 35.000 Euro freizugeben und die Entscheidung über die weitere Aufhebung der mit Sperrvermerk eingestellten Mittel für das Projekt „Ilmenausee“ zurückzustellen, bis Klarheit über die grundsätzliche Förderfähigkeit des Projekts besteht. Es bliebe in diesem Fall also abzuwarten, ob das Projekt tatsächlich in die Förderung aufgenommen wird.

Die politischen Gremien der Hansestadt Uelzen werden in den nächsten Wochen über das Projekt umfassend beraten und entscheiden.

 

Foto: Konzeptplan Ilmenaustadt Uelzen e.V.

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