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Neujahrsempfang: Bürgermeister wirbt für Demokratie, Zusammenhalt und Vorsorge

Blick von oben in den Ratssaal des Rathauses Uelzen. Dutzende Menschen stehen dicht beieinander und hören einer Rede zu. In der Mitte des Raumes spricht der Bürgermeister an einem Rednerpult. Im Hintergrund ist eine Leinwand mit der Aufschrift „Herzlich willkommen zum Neujahrsempfang der Hansestadt Uelzen“ zu sehen. An den Wänden hängen Fahnen, rechts sitzen mehrere Personen auf Stühlen. Große Fenster lassen Tageslicht in den Raum.

Foto (Hansestadt Uelzen): Gut 300 Gäste kamen zum Neujahrsempfang ins Rathaus

10.01.2026

Gesichter der Stadtverwaltung und Eigenbetriebe vorgestellt

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Hansestadt Uelzen hat Bürgermeister Jürgen Markwardt klare Worte zu internationalen Entwicklungen und zur Verantwortung vor Ort gefunden. Seine zentrale Botschaft: Demokratie, Freiheit und ein geeintes Europa sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen aktiv gelebt werden. Der Empfang lockte am heutigen Samstag trotz der Witterungsbedingungen gut 300 Gäste ins Rathaus.

Mit Blick auf die globalen Ereignisse warnte Markwardt vor einer zunehmenden Missachtung demokratischer Regeln. Er betonte seine feste Überzeugung für Europa und die NATO und machte deutlich, dass nur ein geeintes Europa stark genug sei, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Demokratie bedeute Freiheit – und diese Freiheit sei für ihn nicht verhandelbar.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Sicherheit der Infrastruktur. Aktuelle Ereignisse wie in Berlin hätten gezeigt, wie anfällig die Stromversorgung sein könne. Der Bürgermeister verwies zugleich auf die Vorsorge der Hansestadt: In Uelzen bestehen Notfallpläne, zudem wurden 14 sogenannte Kat-Leuchttürme eingerichtet und ausgestattet. Dazu zählen die Feuerwehrgerätehäuser der Ortswehren, die Sternschule und das Rathaus. Sie dienen im Krisenfall als Anlaufstellen für Informationen, Hilfe und Selbstorganisation. „Wir, die Feuerwehr und Verwaltung der Hansestadt Uelzen, werden im Echtfall, so gut wir es vermögen und es die Lage zulässt, an Ihrer Seite stehen“, so Markwardt.

Markwardt nutzte den Empfang auch, um einen Einblick in die Arbeit der Stadtverwaltung und der Eigenbetriebe zu geben. Er stelle Mitarbeitende vor, die hinter Entscheidungen und Maßnahmen stehen. „Menschen, die ihre Aufgaben mit Fachkenntnis, Engagement und Verantwortung erfüllen. Kritik sei legitim, doch die Arbeit der Verwaltung verdiene Respekt“, so das Stadtoberhaupt. Nicht jede Maßnahme finde Zustimmung, Fehler ließen sich nicht immer vermeiden. Ziel bleibe es dennoch, Uelzen jeden Tag ein Stück weiterzuentwickeln. Er erinnerte an das Privileg, in Frieden und Sicherheit leben zu können, und warb dafür, den Blick auch auf das Gute vor Ort zu richten. Der Bürgermeister rief zu Zusammenhalt und Zuversicht auf.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von der Musikschule für Landkreis und Hansestadt Uelzen unter der Leitung von Daniel Orthey. Grußworte sprachen Landrat Dr. Heiko Blume, Pröpstin Wiebke Vielhauer, Seniorenvertreterin Renate Barthel und der ehrenamtliche Plattdeutsch-Beauftragte Hans-Ulrich Wellmann.

Vertretende aus Politik, Wirtschaft, Soziales und Kultur sowie Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und auf das neue Jahr anzustoßen.