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Parkhaus: Baustart im Frühjahr 2022

Eine brachliegende Fläche mit Erde hinter einem Metallgitterzaun

Foto (Hansestadt Uelzen): Der Bau des Parkhauses soll im April 2022 starten.

Hansestadt plant zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen

Der Bau eines dreigeschossigen Parkhauses mit 400 Stellplätzen am Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen beginnt voraussichtlich im April 2022. Zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen und neue Gesetzesvorgaben zu E-Ladestationen in P & R-Anlagen, die nun in die Entwurfsplanung und Statik eingearbeitet werden müssen, sind Grund für einen neuen Baustarttermin. Der Zeitplan wurde in der gestrigen Sitzung des Bauausschusses der Hansestadt vorgestellt.

Für den Bau des Parkhauses muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden – dieser wird jetzt in den Gremien der Hansestadt beraten und voraussichtlich am 19. Juli vom Rat beschlossen. Im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens wird der Schallschutz untersucht. Um den bestehenden Bahnlärm für die Anwohner zu reduzieren, hat die Stadt nach Prüfung durch einen Schallschutzgutachter entschieden, als zusätzliche schalldämmende Maßnahme die Stahlbetonbrüstungen im neuen Parkhaus zu erhöhen. Da das neue dreigeschossige Parkhaus weniger Grundfläche beansprucht, soll zusätzlich neben dem Gebäude im nördlichen Bereich ein rund sechs Meter hoher Wall angelegt werden. „Der Wall ist rechtlich nicht verpflichtend  – die Stadt werde aber diese Lärmschutzmaßnahmen treffen, um die Anlieger der Margaretenstraße vor dem Bahnlärm möglichst weitreichend zu schützen“, erläutert Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull.

Änderungen in der Entwurfsplanung des Parkhaues werden zudem durch das im Juni in Kraft getretene Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz erforderlich. Danach muss für jeden dritten Stellplatz die Installation einer Ladesäule vorbereitet werden. Für das neue Parkhaus bedeutet dies, für 131 Stellplätze notwendige Leitungen zu planen. „Hier geht es im ersten Schritt um die Vorbereitung – dies bedeutet nicht, dass diese bei Eröffnung tatsächlich zur Verfügung stehen“, sagt Scheele-Krogull.

Die weiterführenden Planungsleistungen wie Ausführungsplanung und die Vorbereitung der Ausschreibung der Bauleistungen starten nun im August. Die Kosten für die zusätzlichen Maßnahmen werden nach heutigem Stand durch das Gesamtbudget von 8, 3 Millionen Euro gedeckt. Die Ausschreibung des Parkhauses ist für Januar nächsten Jahres vorgesehen. Voraussetzung für den Baustart im Frühjahr 2022 bleiben wirtschaftliche und verwertbare Angebote. „Die Baumaterialpreise sind derzeit teils überteuert, freie Baufirmen knapp. Auch wenn der spätere Baustart so nicht vorgesehen war, bietet er die größere Chance auf wirtschaftliche Angebote“, so Scheele-Krogull.