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Projekt „Fühler ausstrecken“: Infoblatt mit Samentütchen für alle Uelzener Haushalte

Foto (Hansestadt Uelzen): Projektverantwortliche Christine Tietz (rechts) von der Abteilung Grünflächen und Umwelt und Nicole Schwarz von der Öffentlichkeitsarbeit haben gemeinsam an dem Infoblatt „Fühler ausstrecken“ gearbeitet.

 

Hansestadt möchte Bürger motivieren,  die Artenvielfalt zu fördern

Wildblumen und Kräuter aussäen, einen Komposthaufen im Garten anlegen oder auf Kiesbeete verzichten – die Hansestadt verteilt an rund 17.000 Uelzener Haushalte Flyer mit Anregungen, was jeder Bürger selbst tun kann, um die Artenvielfalt der Insekten zu fördern. Zudem liegt dem Faltblatt ein Tütchen mit Wildblumensamen bei, die noch bis Ende Juni im eigenen Garten oder in Blumentöpfen ausgesät werden können.

Die Maßnahme ist eine von vielen, die im Zuge des Projekts „Fühler ausstrecken“ umgesetzt werden. Die Hansestadt hat die Initiative auf Antrag der SPD-Fraktion ins Leben gerufen, um dem Sterben von Bienen, Schmetterlingen und Co. entgegenzuwirken. Auch städtische Maßnahmen werden ergriffen, um Uelzen insektenfreundlicher zu gestalten: So wurde im Mai dieses Jahres in dem Grünzug von der Straße „Am Stadtgut“ zum Wildgehege eine 1.500 Quadratmeter große Blühwiese angelegt. Die Pflege der städtischen Grünflächen wird schrittweise so angepasst, dass Insekten mehr Nahrung und Lebensraum finden, indem etwa an einigen Stellen weniger gemäht wird.

„Fühler ausstrecken“ sieht neben der Information der Bürger auch die Beteiligung von Unternehmen, Kleingartenvereinen, Schulen und Kindern vor. Die Hansestadt arbeitet eng mit der Woltersburger Mühle sowie den Kreisgruppen BUND und NABU Uelzen zusammen, um spezielle Angebote für Kitas und für Schüler zu schaffen. Diese Partner bieten auch Workshops, Führungen, Exkursionen oder Vorträge zum Insektenschutz für Kinder und Erwachsene an, die je nach aktueller Situation in Hinblick auf die Corona-Maßnahmen stattfinden. Weitere Infos unter: www.hansestadt-uelzen.de/insekten