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Schloss Holdenstedt: Konkrete Verhandlungen mit Kaufinteressenten starten

Verwaltungsausschuss hat Auswahl getroffen

Der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Uelzen hat in seiner gestrigen Sitzung eine erste Auswahl unter den vier Kaufinteressenten für das Schloss Holdenstedt getroffen. Das Konzept eines auswärtigen Unternehmens, das Schloss mit seinem Grundstück als Wohnort für Senioren zu erschließen und das historische Gebäude mit dem Museum als Ort der kulturellen Begegnung weiterhin für die Allgemeinheit offen zu halten, hat die Ausschussmitglieder überzeugt. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem Bewerber die vertraglichen Vereinbarungen unter Zugrundelegung des vorgelegten Nutzungskonzeptes auszuhandeln. Gleichzeitig sollen die Verhandlungswege - insbesondere mit einer Stiftungs-Initiative - und den anderen Interessenten weiter geführt werden.

„Dieser Beschluss ist zunächst die Auswahl eines ersten Partners, mit dem die vertraglichen Vereinbarungen ausgehandelt werden sollen“, erklärt Erster Stadtrat Dr. Florian Ebeling. Von diesen Ergebnissen und ggf. weiteren Gesprächen mit den anderen Bewerbern werde abhängen, ob ein Verkaufsbeschluss durch den Rat der Hansestadt erfolgt.

„In den weiteren Verhandlungen geht es nun darum, die Interessen der Hansestadt zu wahren“, so Ebeling. Konkret seien Regelungen zu treffen, die die öffentliche Zugänglichkeit von Schloss und Gelände gewährleisten und die eine weitere Nutzung für kulturelle Veranstaltungen sicherstellen. Verpflichtungen des Käufers zur baulichen Unterhaltung des Schlosses sollen ebenso vereinbart werden. Auch der Kaufpreis wird in diesem Rahmen festgelegt.

Der ausgewählte Kaufinteressent aus Hamburg ist seit Jahren in der deutschen Gesundheits-und Pflegebranche tätig. Auf dem Schlossgelände plant das Unternehmen zwei Gebäude zu errichten, die ein Angebot für Senioren inklusive einer Pflegeeinrichtung für rund 40 Personen schaffen. Das Schloss bliebe als zentrales Gebäude auf dem Grundstück als Ort der Begegnungen und der Kultur erhalten. Das historische Gebäude und der Garten würden in der jetzigen Form erhalten und gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Nach Einschätzung des Unternehmens könnten im ersten Schritt fünf bis zehn und mit der Weiterentwicklung des Standortes bis zu 30 Arbeitsplätze entstehen.

Hintergrund:

Die Hansestadt Uelzen hatte mit der Vermarktung des Schlosses im Jahre 2014 begonnen, auf professionelle Hilfe zurückgegriffen und einen Makler beauftragt, der auf den Verkauf besonderer Gebäude spezialisiert ist. Bis heute wurden über 200 Exposés angefordert und über 40 Besichtigungen haben stattgefunden. Der politische Auftrag aus dem März 2014 lautete, zu prüfen, ob ein Verkauf des Schlosses Holdenstedt möglich ist. Nun soll dieser Prozess zum Abschluss gebracht werden.

 

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