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Stadtspaziergang mit dem Bürgermeister: Uelzener engagieren sich für das Erscheinungsbild ihrer Stadt

Eine Gruppe von Frauen und Männern stehen auf einem Weg, der an einer Grünfläche entlang führt

Foto (Hansestadt Uelzen): Engagierte Bürgerinnen und Bürger bringen sich beim Stadtspaziergang mit dem Bürgermeister für die Sauberkeit ihrer Stadt ein.

Was macht die Hansestadt Uelzen für das Erscheinungsbild der Stadt? Wo sind die Anlieger in der Pflicht? Was kann für noch mehr Sauberkeit getan und wie auf das Verhalten Einzelner eingewirkt werden? Über diese und weitere Fragen diskutierten die rund 30 Teilnehmer am gestrigen Stadtspaziergang für die Sauberkeit mit Bürgermeister Jürgen Markwardt.

Die Tour durch die Innenstadt führte vom Rathaus zum Marktcenter, entlang der Ilmenau zum Badue und von dort über den Bohldamm zur Luisenstraße. Über die Bahnhofstraße wurde abschließend der Kirchplatz besucht. Unterwegs sichtete die Gruppe sehr saubere Abschnitte, aber auch ungepflegte Baumscheiben, Zigarettenkippen oder vernachlässigte Gehwege. Markwardt und Mitarbeitende der Hansestadt erläuterten, dass die Betrieblichen Dienste die Grünflächen in der Regel ein- bis zweimal jährlich pflegen. Gerade bei starken Wachstumsphasen können die Mitarbeiter nicht überall sein, auch wenn die Stadt seit 2018 erheblich mehr Geld für das Erscheinungsbild einsetzt. Anlieger seien gefordert, die Gehwege und Gossen zu reinigen. Die Stadt habe jeden Haushalt 2018 per Flyer dazu informiert. Die Anwohnerpflichten können aktuell nachgelesen werden unter: www.hansestadt-uelzen.de/anliegerpflichten

„Jeder Einzelne ist gefordert, Flächen sauber und ordentlich zu halten, doch leider gehen einige Menschen nicht sorgsam mit ihrer Stadt um“, so der Bürgermeister. Als Beispiel nannte er den Oldenstädter See. Derzeit wird das dortige Gelände zweimal wöchentlich gereinigt. „Und das reicht tatsächlich nicht aus, um ein gepflegtes Bild zu wahren. Wie kann es sein, dass derart viel Müll einfach in die Natur geworfen wird?“, fragt sich Markwardt. Derzeit stelle die Hansestadt einen weiteren Mitarbeiter bei den Betrieblichen Diensten ein, um dort und in anderen Bereichen der Stadt Abfälle zu beseitigen.

„Eine sehr gute Form der Unterstützung sind Grünflächen-Patenschaften“, meint Christine Tietz, Abteilungsleiterin Grünflächen und Umwelt. Hierfür möchte die Hansestadt gern weitere Bürger gewinnen, die bereit sind, eine öffentliche Fläche pflegen. Interessierte können sich jederzeit an die Stadtverwaltung wenden (Telefon 0581 800 6359).

Ein großes Problem bleiben die Altkleider- und Altglascontainer des Landkreises Uelzen. Eine beabsichtige Videoüberwachung kann die Hansestadt maßgeblich aus Datenschutzgründen nicht umsetzen. Andere oder weniger Standorte konnten bisher nicht realisiert werden. Nun plant die Stadt an den Standorten eine Plakataktion, die aufrütteln soll.

Während des Stadtspazierganges wurde vereinbart, einige Grundstückeigentümer aufzufordern, ihrer Reinigungspflicht nachzukommen oder zu bitten, eigene Flächen ansehnlich zu gestalten.

Die Stadtverwaltung hat angekündigt, im Herbst wieder Sauberkeitswochen mit Vereinen, Schulen und Bürgern zu organisieren. „Ob Frühjahrsputz oder Sauberkeitswochen – diese Aktionen helfen, unsere schöne Stadt herauszuputzen. Es ist erfreulich, wie viele Menschen sich in diesem Rahmen für ihre Stadt einsetzen“, so Markwardt. Dies und auch die vielen Anregungen und Meinungen, die während des Stadtspazierganges vorgetragen wurden, würden viel Motivation bringen, das Thema Sauberkeit immer wieder in den Fokus zu rücken.