Aus dem Archiv

Aus dem Archiv: Einweihung des Theaters an der Ilmenau am 19. September 1970

Am 19. September 1970 wurde mit einer großen Festveranstaltung das Theater an der Ilmenau seiner Bestimmung übergeben. Damit ging im Jahr des 700-jährigen Stadtjubiläums für die Stadt Uelzen ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Im Anschluss des Festaktes wurde als erstes Theaterstück von der Landesbühne Hannover „Ein Glas Wasser“ von Eugѐne Scribe aufgeführt.

Die Einladungskarte zeigte eine Skizze des Theatergebäudes nach seiner Errichtung im Jahr 1970.

Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatte es verschiedene Bestrebungen zum Bau eines Theatersaales gegeben, die aber zunächst nicht umgesetzt werden konnten. Die Stadt musste sich für ihre Kulturveranstaltungen weiterhin mit den vorhandenen Sälen, so u.a. dem Saal des Hotels „Stadt Hamburg“, behelfen. Diese genügten aber längst nicht mehr den modernen Anforderungen. Seit Anfang der 1960er-Jahre wurde im städtischen Kulturausschuss ein Theaterneubau im Zusammenhang mit dem anstehenden Stadtjubiläum im Jahr 1970 diskutiert. 1962 wurde schließlich die Stadtverwaltung beauftragt, vorbereitende Gespräche zu führen, wobei hier auch eine Mehrzweck-Lösung in Verbindung mit den Schulen in die Überlegungen einbezogen wurde. Bei den folgenden Diskussionen spielte vor allem die Größe des zukünftigen Saales die entscheidende Rolle. Ab 1964 begann man konkret, den Neubau des Theatersaales mit dem fälligen Neubau des Herzog-Ernst-Gymnasiums zu verbinden, nicht zuletzt ergaben sich durch diese Verbindung bessere Finanzierungsmöglichkeiten. Im September 1965 wurde der Mehrzweckbau vom Rat der Stadt Uelzen beschlossen. Bereits im Februar 1965 hatte der Kreistag beschlossen, sich mit 50% an den verbleibenden Kosten zu beteiligen. Am 30. Juni 1969 erfolgte die Grundsteinlegung. Der Name für das zukünftige Theater wurde in einer Umfrage der Allgemeinen Zeitung ermittelt. Das Richtfest konnte bereits am 31. Oktober 1969 gefeiert werden, danach verzögerten sich allerdings die Bauarbeiten aufgrund des frühen Wintereinbruchs. Letztlich konnte aber der Termin für die Eröffnung eingehalten werden.

Die Inbetriebnahme des Theaters bedeutete einen kulturellen Auftrieb für die Stadt insgesamt. Es war zu jenem Zeitpunkt ein höchst modern ausgestattetes Theater, das zahlreiche Veranstaltungen und sogar Premieren anbieten konnte, die ansonsten nur in größeren Städten zu sehen waren. Entsprechend stiegen auch die Besucherzahlen des Theaters an.

Quellen und Literatur:
Einladungskarte: Entwurf (Reinzeichnung), Stadtarchiv Uelzen.
Kulturkreis Uelzen e.V. (Hg): 60 Jahre Kulturkreis Uelzen, Uelzen 2006.
Egge, Reimer: „ Wenn auch manches noch der Verbesserung bedarf… „.Uelzen von 1956 bis 1972, Uelzen 2003.
Mentasti, Rudolf: die Geschichte des Theaters an der Ilmenau (1970-20209, in: Der Heidewanderer vom 15.08.2020, Nr. 34.

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