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"Frauen sichtbar machen - Starke Frauen aus Niedersachsen gestern und heute"

"Ach, Sie sind Verkehrspolitikerin?" Diese Frage hört Kirsten Lühmann, scheidende SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Celle-Uelzen,  auch heute noch des Öfteren. Leider sind Frauen in vielen Bereichen immer noch unterrepräsentiert. Dabei gab es immer schon entschlossene Vorreiterinnen in vielen Lebensbereichen, die zeigten, dass es keine "natürlichen" Gründe für das Festhalten an überkommenen Rollenbildern gibt.

Foto (privat) Kirsten Lühmann, scheidende Bundestagsabgeordnete.Am Montag, 18. Oktober, um 17.30 Uhr, lädt Kirsten Lühmann zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten Tanja Neumann sowie der Stadtarchivarin Dr. Christine Böttcher ins Rathaus der Hansestadt Uelzen ein: Unter dem Titel "Frauen sichtbar machen - Starke Frauen aus Niedersachsen gestern und heute" stellen sie gemeinsam zwei Frauen vor, die in früheren Zeiten ungewohnte Berufe ausübten. In gemütlicher Runde soll im Anschluss an den Vortrag über den Stand der Gleichstellung diskutiert und ein Frauenquartett vorgestellt werden. In Anlehnung an die auch in Uelzen gezeigte Wanderausstellung "frauenORTE Niedersachsen - Über 1000 Jahre Frauengeschichte" und angeregt von der Recherche über die Bundestagsabgeordnete der ersten Stunde, Lisa Korspeter, der heutigen Namensgeberin der SPD-Parteizentrale in Celle, hat Kirsten Lühmann ein Quartett drucken lassen. Die vorgestellten Frauen aus verschiedenen Epochen sollen Mut und Ansporn sein für gemeinsames Engagement für echte Gleichstellung in allen Bereichen. Coronabedingt sind die Besucher-Plätze an diesem Abend begrenzt -  deshalb ist eine Anmeldung per Mail an tanja.neumann@stadt.uelzen.de notwendig.

Dieses Angebot gehört zu einer Reihe von Veranstaltungen, zu denen die Hansestadt Uelzen anlässlich ihres ersten „frauenORTes“ einlädt, der am 17. September offiziell ernannt wurde. „Wir haben viel vor, wir wollen unseren „frauenORT“ mit Leben füllen“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Tanja Neumann. Gewürdigt wird mit der Ernennung das Leben und Wirken der Kauffrau Henriette Praesent (1782–1856). Die Kauffrau und Mutter von neun Kindern übernahm 1827 nach dem Tod ihres Ehemannes mit 45 Jahren die Geschäftsleitung der Firma Joh. Christian Praesent. Unter ihrer Führung stieg das Unternehmen zu einem der größten norddeutschen Landhandelsunternehmen ihrer Zeit auf, das sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1856 führte. Das Unternehmen selbst bestand bis 1991. Der „frauenORT“ in Uelzen ist der 46. niedersachsenweit.

Foto privat: Kirsten Lühmann ist zu Gast im Uelzener Rathaus und stellt starke Frauen aus verschiedenen Epochen vor

 

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