25.09.2026
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Bauausschuss empfiehlt Bebauungsplan für BBS-Campus

Der nächste Schritt für den geplanten Berufsschulcampus in Uelzen: Der Bauausschuss der Hansestadt empfiehlt, den Bebauungsplan Nr. 298 „BBS-Campus“ zu beschließen. Der Rat entscheidet am 5. Oktober abschließend. Der Bebauungsplan schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Leuchtturmprojekt des Landkreises Uelzen.

Der Landkreis will die bisherigen Berufsschulstandorte auf einem gemeinsamen zukunftsfähigen und nachhaltigen Berufsschulcampus mit modernen pädagogischen Konzepten bündeln. Zum Projekt gehört auch eine Parkpalette nördlich der Hermann-Löns-Grundschule. Das rund 8,5 Hektar große Plangebiet liegt östlich der Innenstadt.

Verkehr rund um den Campus untersucht
Ein Schwerpunkt für das Plangebiet liegt auf der künftigen Verkehrssituation. Gutachten haben den Zu- und Abgangsverkehr der geplanten Parkpalette sowie die Auswirkungen auf die umliegenden Straßen und Knotenpunkte untersucht. In den Bebauungsplan ist eingeflossen, dass die Parkpalette an den Ostring mit „rechts rein / rechts raus“ angebunden werden soll. Am Knotenpunkt Esterholzer Straße/Ostring halten Gutachten einen Kreisverkehr für erforderlich. Das entsprechende Planfeststellungsverfahren wird vorbereitet. Am Knotenpunkt Groß Liederner Straße/Ostring reicht laut Einschätzung dagegen eine Optimierung der Ampelanlage aus. Untersucht wurden zudem mögliche Schleichverkehre. Weitere notwendige Anpassungen im Straßenraum stimmen Stadt, Landkreis und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr miteinander ab.

Im Mobilitätskonzeptes zum BBS-Campus wurden Maßnahmen ermittelt, die den Individualverkehr sowohl der Schüler- als auch der Lehrerschaft und den Bedarf an PKW-Stellplätzen reduzieren. Vorgeschlagen werden unter anderem ein Shuttlebus zwischen Bahnhof und Campus, Fahrgemeinschaften und E-Scooter. Im weiteren Genehmigungsverfahren wird festzulegen sein, welche Maßnahmen der Landkreis als Schulträger sinnvoll umsetzen kann. Darüber hinaus berücksichtigt die Hansestadt Uelzen bei der Neuplanung des Stadtbusverkehrs den künftigen Berufsschulstandort.

Weitere Belange berücksichtigt
Auch Schallschutz, Entwässerung sowie Natur- und Artenschutz sind in die Planung eingeflossen. Die Schallschutzanalyse bezieht den Verkehr, Schulbetrieb, die Werkstätten sowie die Nutzung der Parkpalette bis 22 Uhr ein. Mit passenden Schutzmaßnahmen ist der Campus verträglich realisierbar, so das Ergebnis der Gutachten. Für die Parkpalette sieht die Planung beispielsweise geschlossene, mindestens einen Meter hohe Brüstungen vor.

Für die Entwässerung wurden Konzepte erarbeitet und unter anderem Starkregen und Überflutungsrisiken betrachtet. Untersuchungen zu Fledermäusen, Brutvögeln und weiteren Biotopen sind die Grundlage für Maßnahmen zum Schutz von Natur und Arten. Die daraus erforderlichen Vorgaben wurden in den Bebauungsplan und den Umweltbericht aufgenommen.

Zwei Beteiligungsrunden für Öffentlichkeit und Behörden fanden 2025 und 2026 statt.