03.03.2026
Inhalt drucken

Knotenpunkt Bernhard-Nigebur-Straße/Lindenstraße: Rat beschließt Vorrang für den Radverkehr

Der Rat der Hansestadt Uelzen hat beschlossen, die Radvorrangroute am Knotenpunkt Bernhard-Nigebur-Straße/Lindenstraße künftig zu bevorrechtigen. Damit wird diese zwischen Oldenstadt und Innenstadt durchgängig geführt.

Grundlage ist die sogenannte Variante B. Sie sieht vor, der Radvorrangroute über den Knotenpunkt hinweg Vorrang einzuräumen. Die verkehrliche Untersuchung des Verkehrsplanungsbüros LK Argus zeigt, dass bei Umsetzung begleitender Maßnahmen keine unvertretbaren Rückstaus auf der Bernhard-Nigebur-Straße zu erwarten sind.

Der Vorrang des Radverkehrs am Knotenpunkt wird künftig mit dem Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ in der Bernhard-Nigebur-Straße geregelt. Der bestehende Fußgängerüberweg in der Lindenstraße bleibt erhalten. Bei der Umgestaltung des Knotenpunkts werden aktuelle Ergebnisse eines beauftragten Sicherheitsaudits berücksichtigt: Der Tempo-30-Bereich wird ausgeweitet. Stadteinwärts gilt Tempo 30 vom Fußgängerüberweg Birkenallee bis zum Knotenpunkt, in Gegenrichtung ab der Kreuzung Meierstraße. So entsteht eine sichere Verbindung zwischen Oldenstadt und Innenstadt, die auch als wichtige Schulwegroute zum Lessing-Gymnasium und zur Apollonia dient.

Darüber hinaus sieht die Planung bauliche Anpassungen an der Bernhard-Nigebur-Straße vor. Vorgesehen ist unter anderem eine leichte Verschwenkung der Fahrbahn im Bereich des Knotenpunkts. Die Straße verläuft dort künftig nicht mehr geradlinig. Ziel ist, die Streckencharakteristik zu verändern und den optischen Eindruck einer durchgängigen Vorfahrtstraße zu vermeiden. Wer auf eine leichte Kurve zufährt, reduziert in der Regel die Geschwindigkeit und nähert sich einer Kreuzung aufmerksamer. So wird die neue Vorfahrtssituation deutlicher wahrgenommen.

Diese weitergehenden baulichen Maßnahmen erfordern eine detaillierte Höhen- und Ausführungsplanung. Deshalb soll die Umgestaltung des Knotenpunkts im zweiten Bauabschnitt im kommenden Jahr umgesetzt werden. In diesem Zuge sollen auch Fördermittel geprüft werden. Der Eigenanteil der Hansestadt Uelzen kann dadurch unter den bislang angenommenen 55.000 Euro liegen.

Die Arbeiten für die Radvorrangroute sind bereits gestartet. Die Straße Ilmenauufer wird grundhaft erneuert. Im Bereich Lange Brücke/Brückenstraße entsteht ein Mini-Kreisverkehr, der den aus verschiedenen Richtungen kommenden Radverkehr gleichberechtigt, sicher und unterbrechungsfrei ordnet. Der rutschige Klinkerbelag der Brückenstraße weicht Asphalt. Die Ripdorfer Straße wird Einbahnstraße in Richtung Süden. Zwischen Ilmenauufer und Lindenstraße erhält die Strecke eine rote Asphaltierung mit Vorrang für den Radverkehr. Poller auf Höhe des Friedhofs unterbinden den Kfz-Durchgangsverkehr. An allen Knotenpunkten wird der Vorrang des Radverkehrs baulich unterstützt und hervorgehoben. Diese Maßnahmen des ersten Bauabschnittes werden bis zum Sommer 2026 umgesetzt.