Planung für P&R-Parkplatz am Hundertwasser-Bahnhof Uelzen vorgestellt



Anlage: Skizze Planungsbüro IGB
Das beauftragte Planungsbüro IGBV aus Lüneburg hat gestern im Bauausschuss der Hansestadt die Pläne für die künftige Stellplatzanlage am Uelzener Bahnhof vorgestellt. Vorgesehen ist eine ebenerdige P&R-Anlage ohne Überdachung mit 280 Pkw-Stellplätzen plus sechs für Menschen mit Behinderungen, sowie sechs Abstellplätzen für Krafträder. Hinzu kommt eine überdachte, frei zugängliche Fahrradstation mit Platz für 80 Räder.
Die Stellplätze werden ohne Schranken, aber mit Kennzeichenerfassung bewirtschaftet. Fahrgassen und Parkflächen entstehen in Asphalt. Im ersten Schritt sind 13 E-Ladesäulen für 26 Kraftfahrzeuge geplant, weitere können bei Bedarf installiert werden. 34 große Platanen spenden künftig Schatten, weitere 38 kleinere Platanen bilden den Rand zur Bahn. Für die Entwässerung sind Versickerungsmulden und ein Stauraumkanal vorgesehen. Ein direkter Zugang wird später zum Bahnsteig 105 des Bahnhofs führen, den die Bahn für 2029 plant.
Die Kosten liegen bei rund 3,8 Millionen Euro. Etwa 1,6 Millionen Euro davon werden gefördert. Aufwendig sind vor allem der Bau des Stauraumkanals als Vorsorge gegen Starkregen, die Beseitigung von Altlasten in Teilflächen, die Beleuchtung sowie erforderliche Stützwände.
Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren. Im Oktober soll die Ausschreibung folgen, die Vergabe ist für Dezember geplant. Baubeginn ist – abhängig vom Wetter – Anfang 2026. Die Bauzeit beträgt rund neun Monate.
Der Bau des P&R-Parkplatzes hat sich verzögert, da dieser zunächst mit Photovoltaik-Überdachung gebaut werden sollte. Ausschreibungen blieben jedoch ohne Erfolg. Nachdem die Wirtschaftlichkeitsprüfung eines Fachbüros ergeben hat, dass solch eine Anlage unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht rentabel ist, hatte der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Ende 2024 beschlossen, den Parkplatz ohne Photovoltaik-Überdachung zu planen und zu realisieren.