07.08.2025
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Raus aus der Lähmung – wie umgehen mit rechtspopulistischer Sprache?

Foto (privat, honorarfrei): Autor Philipp Steffan erklärt, wie rechtspopulistische Sprache funktioniert und wie sich darauf reagieren lässt.

Uelzens Gleichstellungsbeauftragte lädt zum Online-Workshop mit Autor Philipp Steffan

Von „Genderwahn“ bis „Gesinnungsstaat“: Viele Begriffe transportieren mehr als ihre scheinbare Bedeutung – sie dienen der politischen Einflussnahme. Wie sie wirken und wie man darauf reagiert, erklärt Autor Philipp Steffan am Donnerstag, 21. August, von 10 bis 12 Uhr, in dem kostenlosen Online-Workshop „Rechtspopulistische Sprache – erkennen, verstehen und damit umgehen“. Veranstalterin ist Uelzens Gleichstellungsbeauftragte Sandra Hoffmann. Wer sich per E-Mail an gb@stadt.uelzen.de anmeldet, erhält den Zugangslink.

„Rechtspopulistische Sprache bedient sich bewusst einer Rhetorik, die Ausgrenzung, Hetze und Gewalt fördert“, sagt Hoffmann. „Indem wir uns mit diesen sprachlichen Mechanismen auseinandersetzen, schaffen wir Bewusstsein für die Gefahren, die von ihnen ausgehen, und fördern gemeinsam eine Kultur der Offenheit und demokratischen Teilhabe.“ Steffan ist Autor der Bücher „Sag was“ und „Sprich es an“ (Verlagsgruppe Oetinger).  Der Philosoph und Volkswirt zeigt, wie Sprache Realität schafft – und wie sie von Populisten bewusst eingesetzt wird. Im Workshop geht es um die Wirkung geladener Begriffe, um Strategien für den Alltag – und um die Frage, wie sich Sprachlosigkeit überwinden lässt. „Die eine richtige Reaktion gibt es nicht“, so Steffan. Entscheidend sei der Kontext. Sein Ziel: Menschen ermutigen, in der Auseinandersetzung handlungsfähig zu bleiben – und auch die eigene Sprache zu hinterfragen.

Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe „Sprache und Gewalt“, die noch bis Dezember läuft. Sandra Hoffmann organisiert sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Maret Bening (Landkreis Uelzen) und Jorah Begemann (Samtgemeinde Bad Bevensen-Ebstorf). Gefördert wird sie vom Land Niedersachsen im Rahmen des Projekts „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“.