25.09.2026
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Uelzen: Bebauungsplan ebnet Weg für neues Quartier am alten Kreishaus

Visualisierung des geplanten Ilmenau Quartiers: Mehrere moderne, mehrgeschossige Wohngebäude gruppieren sich um begrünte Außenbereiche. Im Vordergrund verlaufen ein Fußweg und die Ilmenau.
Visualisierung des geplanten Ilmenau Quartiers: Mehrere moderne, mehrgeschossige Wohngebäude gruppieren sich um begrünte Außenbereiche. Im Vordergrund verlaufen ein Fußweg und die Ilmenau.
Visualisierung des geplanten Ilmenau Quartiers: Mehrere moderne, mehrgeschossige Wohngebäude gruppieren sich um begrünte Außenbereiche. Im Vordergrund verlaufen ein Fußweg und die Ilmenau.

Plan (THIEME I architektur I projektentwicklung): Blick auf das Quartier von der Ilmenau

Auf dem Gelände des ehemaligen Kreishauses an der Veerßer Straße in Uelzen soll ein neues Quartier mit Wohnungen sowie Dienstleistungs- und Gastronomieangeboten entstehen. Der Bauausschuss der Hansestadt hat gestern einstimmig empfohlen, dafür den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 306 „Altes Kreishaus“ zu beschließen. Dieser ist eine Voraussetzung, um das Projekt zu verwirklichen. Parallel soll der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden. Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am 5. Oktober.

Die aktuellen Planungen für das neue „Ilmenau Quartier“ hatten die Investoren, die Uelzener Familienunternehmen Hentschke und Thieme, Ende 2025 öffentlich im Bauausschuss vorgestellt. Sie wollen ein urbanes, lebendiges und generationenverbindendes Wohnangebot schaffen, das Uelzens Mitte stärkt und eine weitere städtebauliche Verbindung zwischen dem Marktcenter und der Innenstadt schafft. Das rund 1,3 Hektar große Gelände grenzt an Amtsgericht, Ilmenauaue und Marktcenter. Das bestehende Kreishaus soll teilweise zurückgebaut und durch Neubauten ergänzt werden.

Im Bebauungsplanverfahren wurden unter anderem die Auswirkungen auf Emissionen, Hochwasserschutz sowie Natur- und Artenschutz untersucht. Die Ergebnisse sind in die Planung eingeflossen. So ist zusätzlicher Retentionsraum – eine Fläche, die bei Hochwasser zeitweilig überflutet wird – in der Ilmenauaue vorgesehen, um verloren gehendes Überschwemmungsvolumen auszugleichen. Außerdem wurden Maßnahmen zum Schutz von Tieren aufgenommen, wie Vorgaben zur Beleuchtung und zum Umgang mit Gehölzen, aufgenommen.

Öffentlichkeit und Behörden wurden in zwei Runden beteiligt. Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan werden nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des „Ilmenau Quartiers“ geschaffen.