Kinder- und Jugendbeteiligung: Umfrage wird ausgewertet



Jugendliche schätzen unter anderem die Dirt-Bike-Bahn, wünschen sich aber weitere Treffpunkte in Uelzen.
Hansestadt Uelzen erarbeitet derzeit Konzept
Was ist in Uelzen gut? Was gefällt dir? Was ist in Uelzen uncool? Was sollte sich verändern? Was fehlt für Kinder und Jugendliche? Diese und weitere Fragen haben jetzt rund 200 Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 21 Jahren beantwortet. Die Hansestadt hatte diese Altersgruppe aufgefordert, sich per App an einer Umfrage zu beteiligen. „Wir freuen uns, dass viele mitgemacht haben“, sagt Stadtjugendpfleger Christian Helms. Kinder im Alter von circa acht bis zehn Jahren waren ebenfalls fleißig – an vier Grundschulen wurde mit rund 210 Kindern eine Befragungsaktion gestartet. Die Ergebnisse der Umfragen fließen nun in die Entwicklung eines Beteiligungskonzeptes für Kinder und Jugendliche ein.
Den befragten jungen Menschen gefallen in Uelzen der Fitness-Parcours, Kino, Schwimmbad, Dirt-Bike-Bahn oder das Jugendzentrum. Beispiele für Veränderungswünsche sind ein größeres Freizeitangebot, mehr ÖPNV in die Dörfer sowie mehr Orte und Treffs für Jugendliche. 86 Prozent der Teilnehmenden geben an, dass Kinder und Jugendliche bei Planungen der Stadt, die Kinder und Jugendliche betreffen, öfter gefragt werden und mitbestimmen sollten. Besonders interessieren Themen wie Treffpunkte, Schulhofgestaltung und Sportanlagen sowie Gewaltprävention oder Umwelt- und Klimaschutz.
„Die Ergebnisse der Umfrage werden jetzt im Detail ausgewertet und fließen in das Konzept ein“, kündigt Helms an. Dieses werde Grundlage dafür sein, Uelzener Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich dauerhaft an der lokalen Politik und kommunalen Vorhaben zu beteiligen. Eine Lenkungsgruppe mit Vertretenden aus Politik, Verwaltung, Jugendlichen und sozialen Einrichtungen steuert den Prozess unter wissenschaftlicher Begleitung, damit Kinder und Jugendliche künftig eigene Ideen und Wünsche – beispielsweise in einem Beirat oder Parlament – einbringen können. Das Beteiligungskonzept soll bis Ende Juli fertig sein und wird vom Land Niedersachsen mit 25.000 Euro gefördert. Es soll eine Variante darstellen, die in Zukunft auch anderen Städten in der Größe von Uelzen als Vorbild dienen kann.
Helms kündigt bereits den nächsten Schritt im Konzept-Prozess an: Am Samstag, 24. Juni, findet von 11 bis 15 Uhr ein Workshop im Kinder- und Jugendzentrum Baxx statt. Kinder und Jugendliche von 8 bis 21 Jahren sind eingeladen, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen, wie Uelzen noch kinder- und jugendfreundlicher werden kann und wie eine gute Kinder- und Jugendbeteiligung gestaltet sein sollte.