


Klimafreundliche Stadtverwaltung
Auch die Stadtverwaltung trägt zum Klimaschutz bei. Etwa 50 Gebäude, darunter Rathaus, Schulen und Kitas, benötigen Strom, Wärme und Wartung. Straßenbeleuchtung, IT und Materialbeschaffung gehören zum täglichen Betrieb.
Uelzen achtet darauf, Energie und Ressourcen sparsam zu nutzen. Digitale Abläufe, sparsame Technik und langlebige Produkte helfen, Verbrauch und Kosten zu senken.
Viele Maßnahmen sind bereits umgesetzt, zum Beispiel bei sanierten Gebäuden, energiesparender Beleuchtung und klimafreundlicher Mobilität. So setzt die Stadtverwaltung ihre Verantwortung praktisch um.
Umgesetze Klimaschutzmaßnahmen
- Klimaschutzkonzept (2013–2014): Enthält CO₂-Bilanz, Zielvorgaben und Maßnahmen zur Emissionsminderung.
- Klimaschutzmanagement: Seit Dezember 2015 gibt es eine eigene Stelle für den kommunalen Klimaschutz.
- Klimaschutz-Teilkonzept für kommunale Gebäude (2012): Grundlage zur Identifizierung energetisch sanierungsbedürftiger Objekte.
- Informationskampagne und Mitarbeiterschulungen: Energiesparendes Verhalten am Arbeitsplatz wird aktiv vermittelt.
- Ökostrom: Seit 1999 bezieht die Stadtverwaltung ausschließlich Ökostrom.
- Blockheizkraftwerke:
- Rathaus: Seit Ende 2016 mit energieeffizientem Blockheizkraftwerk beheizt.
- Sternschule („Wärmeinsel“): Versorgung der Schule und umliegender Gebäude durch ein Blockheizkraftwerk.
- Stadtentwässerung: Nutzung der Faulgase der Kläranlage in einem Blockheizkraftwerk.
- Heizungsumstellung Grundschule Oldenstadt: In der Grundschule Oldenstadt wurde die alte Ölheizung ausgebaut und durch eine moderne Holzfeuerung ersetzt. Zusätzlich werden Effizienzmaßnahmen an den Heizkörpern und der Wärmeverteilung durchgeführt. Ziel war es, eine CO2-Einsparung von über 160 Tonnen jährlich zu erreichen. Die Baumaßnahme wurde mit rund 240.000 Euro durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Der restliche Eigenanteil von rund 160.000 Euro trägt die Hansestadt Uelzen.



- Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden:
- Ältere Anlagen: Feuerwehr, Betriebliche Dienste, Grundschule Oldenstadt.
- Neuere Anlagen: Turnhalle Westerweyhe, Bücherei, Theater an der Ilmenau.
- Weitere Anlagen in konkreter Planung.
- Einbau einer außenliegenden Verschattung im Rathaus als sommerlicher Wärmeschutz: Um den stromintensiven Einbau einer Kühlungsanlage zu vermeiden, wurde eine außenliegende Verschattung installiert. Die Baumaßnahme wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Förderkennzeichen: 67K20356)
Nationale Klimaschutzinitiative: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das
Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
- Energetische Sanierung Theater an der Ilmenau (2020–2022): Sanierung der Gebäudehülle, Wärmerückgewinnung in der Lüftungsanlage, Nutzung erneuerbarer Energien. Förderung durch EFRE.
- Nachhaltige Beschaffung: Umstellung des Sitzungscaterings im Rathaus auf verpackungsarme, ökologische Produkte.
- Schrittweise Umstellung der Beleuchtung in Schulen und Verwaltungsgebäuden auf LED: Jüngstes Beispiel: Grundschulen Hermann-Löns, Westerweyhe, Holdenstedt. Einsparung von 70 % Energie und rund 1.400 t CO₂ über die Lebensdauer. Förderung durch BMU (Förderkennzeichen: 03K07331, 03K07325, 03K08466).
- Energetische Sanierung der Grundschulturnhalle Westerweyhe: Die Sanierung umfasste eine verbesserte Dämmung der Gebäudehülle (Decke, Wände, Außentüren, Glaselemente, Fenster, Hallenboden) und eine Erneuerung der technischen Anlagen (Ausbau der Ölheizung, Einbau einer Fußbodenheizung, Verbesserung der Lüftungsanlage, Einbau einer Gasbrennwertherme mit klimaneutralem Biogasbezug, Umstellung a2uf elektrische Warmwasserbereitung). Durch die Sanierungsmaßnahmen konnte der Primärenergiebedarf des Gebäudes um 63 % und der CO2-Ausstoß um 84 % gesenkt werden. Die Sanierung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Förderkennzeichen:03K01587M) und Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).



- Klimabewusste Stadtplanung: Leitbild „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ – Reduzierung von Flächenverbrauch und weiten Wegen.
- Straßenbeleuchtung: Seit 2010 schrittweise Umstellung auf energieeffiziente Leuchtmittel.
- Grüne Kita Emsberg: Neubau am Königsberg mit hohen ökologischen und energetischen Standards als Ersatz für die abgängige Kita Niendorfer Straße.
Was ist noch geplant?



Ausbau klimafreundlicher Beschaffung
Fokuas auf ressourcenschonende, langlebiger Güter



Energetische Optimierung kommunaler Gebäude
nach zeitgemäßen, hohen energetischen Standards
Energiemanagement
Mit einem cleverem Energiemanagement will die Hansestadt den Verbrauch in ihren Gebäuden senken, Kosten sparen und gleichzeitig aktiv zum Klimaschutz beitragen.


