Nachhaltige Mobilität in Uelzen
Wie wir uns fortbewegen, prägt unseren Alltag!
Mobilität ist ein Thema, das Uelzener bewegt und betrifft. Menschen sind zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto, mit Bus oder Zug unterwegs. Die Hansestadt Uelzen will diese Mobilitätsangebote weiterentwickeln und Wege sicherer, flexibler und besser nutzbar machen. Gleichzeitig sollen Verkehr und Infrastruktur klimafreundlicher werden, damit Emissionen sinken und Uelzen zukunftsfähig mobil bleibt.



Das Mobilitätskonzept
Zukunftsfähig. Umweltfreundlich. Bürgernah
Um ihre Ziele im Bereich Klimaschutz und Mobilitätswende zu erreichen, hat die Hansestadt Uelzen von 2020 bis 2023 ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Es gibt den Handlungsrahmen für die Verkehrsentwicklung in Uelzen bis 2038 vor und setzt auf Lösungen, die eine flexible und komfortable Mobilität für alle ermöglichen und zwar unabhängig von Alter oder sozialem Status.
Die wichtigsten Ziele



Klimafreundliche Mobilität
Rad- und Fußverkehr fördern



Moderner Nahverkehr
Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs



Neue Mobilitätsangebote
Carsharing- und E-Mobilität
Das Konzept wurde gefördert durch das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.
Im Rahmen einer Raumstrukturanalyse wurden Potenziale, Risiken und die räumliche Verkehrssituation in Uelzen untersucht. Daraus entstanden 38 Maßnahmen, die acht Handlungsfeldern zugeordnet wurden.
Sowohl für die Ausgangslage des Konzepts als auch für das Handlungsprogramm wurden Kartenbände erstellt. Sie zeigen die Stadt- und Ortsteile, ihre jeweilige räumliche Struktur sowie die vorgesehenen Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern.
- HF1: Förderung von Fuß- und Radverkehr
- HF2: Reduktion und umweltverträgliche Gestaltung des Kfz-Verkehrs
- HF3: Stärkung und Attraktivierung von Bus und Bahn
- HF4: Attraktive Vernetzung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes
- HF5: Steuerung des ruhenden Kfz-Verkehrs
- HF6: Chancen der Digitalisierung von Mobilitätsangeboten nutzen
- HF7: Förderung neuer Antriebstechnologien
- HF8: Optimierung der Wirtschaftsverkehre
HF = Handlungsfeld
Für jede Maßnahme gibt es einen eigenen Steckbrief. Eine Priorisierung nach Wirksamkeit und Dringlichkeit unterstützt die zügige Umsetzung.
Der exemplarische Maßnahmensteckbrief zeigt, an welchen Standorten in der Kernstadt und den Ortsteilen Mobilitätsstationen vorgesehen sind.



Der Grundlagen-Kartenband ergänzt den Grundlagenbericht. Er stellt Raumstruktur, Verkehrsarten, Verkehrssicherheit und die Erreichbarkeit wichtiger Ziele übersichtlich dar. So werden Verbindungen, Angebote und Lücken im Verkehrsnetz räumlich sichtbar.
Der Kartenband zum Handlungsprogramm verortet die Maßnahmen und zeigt ihre konkrete räumliche Zuordnung für die Umsetzung.
Das Konzept, die Kartenbände sowie die Maßnahmensteckbriefe und eine komprimierte Lesefassung können Sie im Download-Bereich herunterladen.
Was wurde bereits umgesetzt?
- Eine weitere Carsharing-Station am Rathaus, Herzogenplatz
- Eröffnung der ersten Fahrradstraße Uelzens als Bestandteil der Radvorrangroute Innenstadt - Oldenstadt
- Fahrradparken: Weitere Anlehnbügel in der Innenstadt
- Der Stadtbusverkehr soll attraktiver werden - aktuell werden Netz, Haltestellen und Taktung überprüft
Beteiligungsprozess
Im Rahmen der Erarbeitung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts für die Hansestadt Uelzen wurden die Bürgerinnen und Bürger in drei aufeinanderfolgenden Phasen aktiv in den Prozess eingebunden.
Phase 1: Stärken, Schwächen und Mobilitätsverhalten
Die erste Phase fand digital auf www.mobilitaet-uelzen.de statt. Per Fragebogen bewerteten Bürgerinnen und Bürger die bestehende Mobilitätssituation. So etwa die Zufriedenheit mit Verkehrsmitteln, Bedingungen und Problemlagen. Ergänzend konnten Probleme in einer interaktiven Karte verortet werden. Neben der Online-Beteiligung waren auch analoge Postkarten, Briefe und E-Mails möglich.
Phase 2: Leitziele und Ideensammlung
Aufbauend auf Phase 1 fand die zweite Beteiligungsrunde ebenfalls digital auf derselben Projektwebsite statt. Auch hier standen Onlinebeteiligung, analoge Postkarten sowie Rückmeldungen per Brief oder E-Mail zur Verfügung.
Die Beteiligung umfasste drei verschiedene Fragestellungen:
1. Entwicklung eines Leitbildes zur künftigen Mobilitätsentwicklung in Uelzen
2. Persönliche Handlungsansätze für die kommenden Jahre
3. Online-Karte zur Verortung von Maßnahmenideen
Phase 3: Maßnahmenkonzept
Die dritte Phase fand als Präsenzveranstaltung im Rathaus statt. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der erarbeiteten Maßnahmenvorschläge aus dem rund zweijährigen Prozess. Die Maßnahmen umfassen u. a. Förderung von Fuß- und Radverkehr, Reduzierung des Kfz-Verkehrs, Stärkung von Bus und Bahn, Digitalisierung von Mobilitätsangeboten sowie Förderung neuer Antriebstechnologien. Im Anschluss kommentierten und priorisierten die Teilnehmenden die Vorschläge in themenspezifischen Arbeitsgruppen an Metaplanwänden, bevor die Ergebnisse im Plenum zusammengefasst wurden.