Straßennamen und ihre Bedeutung

Benannt nach Heyno Gottschalk (Geburtsdatum nicht überliefert, 1541 gestorben). Heyno Gottschalk war von 1506 bis 1531 der letzte Abt des Benediktinerklosters Oldenstadt. Er setzte sich früh mit den Schriften Martin Luthers auseinander, übersetzte sie, vermittelte ihre Inhalte und trug so über zwei Jahrzehnte zur Verbreitung der Reformation in der Region bei.

Gewidmet ist diese Straße Albrecht Daniel Thaer (1752–1828). Thaer war Agrarwissenschaftler und zählt zu den Schöpfern der modernen Landwirtschaft.

Benannt nach Bernhard Nigebur, der um 1250 der erste bekannte Bürgermeister von Uelzen war. Unter seiner Führung verließen die Einwohner ihre alte Marktsiedlung in Oldenstadt und gründeten westlich der Ilmenau den neuen Stadtkern – das heutige Uelzen.

Benannt nach Caspar Lehmann (1560–1622). Er gilt als Erfinder des modernen Glasschnitts.

Benannt nach Reinhard Dieterichs (1653 –1724). Er war von 1693 bis 1698 Bürgermeister der Hansestadt Uelzen und verfasste die Stadtchronik.

Erinnert an Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (1788–1857). Er war ein bedeutender Lyriker und Schriftsteller der Deutschen Romantik.

Benannt nach Erich Klabunde (1907–1950). Er war Journalist und SPD-Politiker, setzte sich für den Aufbau des Nordwestdeutschen Rundfunks sowie sozialen Wohnungsbau im Nachkriegsdeutschland ein.

Benannt nach Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelblut (1928–2000), bürgerlich: Friedrich Stowasser. Der österreichische Künstler gestaltete unter anderem den Uelzener Hundertwasser-Bahnhof.

Gewidmet Friedrich Seeßelberg (1861–1956). Er war Vorsteher für Architektur an der Königlichen Technischen Hochschule in Berlin.

Benannt nach Fritz Röver (1912–2004). Er war Bauunternehmer, Ratsherr, städtischer Kulturdezernent und Leiter des Museums- und Heimatvereins in Uelzen. 1992 wurde ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Benannt nach Lina Gertrud Noch (1902–1981). Sie vermachte der Hansestadt Uelzen mehrere Grundstücke.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Gerhard Greyer (1897–1964). Der Uelzener Brennereibesitzer brachte sein gesamtes Vermögen in die Gerhard-Greyer-Stiftung ein, die hilfsbedürftige Uelzenerinnen und Uelzener unterstützt.

Benannt nach Gustav Matthias (1879–1962). Er wirkte als Lehrer, Rektor und Stadtarchivar in Uelzen.

Gewidmet ist diese Straße Hans Holtsche (15.–16. Jahrhundert). Der wohlhabende Uelzener Bürger ließ im 16. Jahrhundert die Gertrudenkapelle erbauen und gründete testamentarisch die Gertrudenstiftung.

Gewidmet ist diese Straße Heinrich Meyerholz (1867–1953). Der Rektor und Senator wurde als dritter Uelzener zum Ehrenbürger ernannt.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Heinrich Schwieger (1902–1976). Der Grafiker und Maler war Mitbegründer des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler in Hannover.

Gewidmet ist diese Straße Helga Brugger (1916–1968). Die Bildhauerin schuf unter anderem die Bronzeplastik „Die Sitzende“ am Ilmenauufer in Uelzen.

Gewidmet ist diese Straße Georg Wilhelm Friedrich Hoefft (1810–1865). Der gebürtige Uelzener war Richter, Senator und von 1852 bis zu seinem Tod Bürgermeister der Hansestadt Uelzen.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Immanuel Kant (1724–1804). Der Philosoph der Aufklärung zählt zu den bedeutendsten Denkern der abendländischen Philosophie.

Gewidmet ist diese Straße Karl Schlockermann (1910–1978). Der Architekt prägte das Uelzener Stadtbild – unter anderem mit dem Kreishaus, dem Turmhelm der St.-Marien-Kirche und der Stadtbücherei.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Michael Kröner (um 1540–um 1609). Er war im 16. Jahrhundert der erste Buchdrucker in Uelzen.

Benannt nach Dietrich Lembeke (Lebensdaten unbekannt). Der Vikar stiftete den St.-Viti-Altar und war Mitstifter des Johannislehens.

Gewidmet ist diese Straße Hermann Löns (1866–1914). Der Journalist und Schriftsteller wurde bereits zu Lebzeiten zum Symbol für Naturverbundenheit, Heimatdichtung und den Schutz der Heide.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Margarete Schlemm-Wolf (1893–1963). Die Schriftstellerin vermachte der Stadt Uelzen die „Villa Maria“ in der Dieterichsstraße.

Gewidmet ist diese Straße der Stiftung „Das Mestwarth-Lehen“ (1462). Aus dem Grundeigentum sollten jährlich Erträge an die Schuhmacher-Innung fließen, um Schuhe für Bedürftige zu fertigen. Die Stiftung ist satzungsgemäß geregelt.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Hektor Wilhelm Heinrich Mithoff (1811–1886). Der gebürtige Uelzener war Kunsthistoriker und Oberbaurat.

Benannt nach Gerhard Becker (1832–1916). Er war Hauptinitiator und erster Aufsichtsratsvorsitzender der „Aktien-Zucker-Fabrik Uelzen“.

Benannt nach Paul Schäffer (1891–1973). Der Kulturdezernent gründete 1924 die Kunstvereinigung und prägte das kulturelle Leben in Uelzen über Jahrzehnte.

Benannt nach Peter Cordes. Der ehemalige Ratsherr und Vorsitzende des Verkehrsvereins initiierte in den 1960er Jahren das Uhlenköper-Denkmal an der St.-Marien-Kirche.

Benannt nach Robert Koch (1843–1910). Der berühmte Mediziner entdeckte die Erreger von Tuberkulose, Cholera, Malaria und Schlafkrankheit.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Rudolf Schmidt (1914–1988). Der Oberstudienrat am Herzog-Ernst-Gymnasium vermachte sein Vermögen der Stiftung Leben leben.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Ruth Schaumann (1899–1975). Die Dichterin, Bildhauerin und Zeichnerin lebte zeitweise in der nach ihr benannten Schaumannschen Villa.

Gewidmet ist diese Straße Hartwig Siburg (1816–1889). Der Uelzener war Gerichtsschreiber, Stadtrechnungsführer und Stadtkämmerer.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren des Heiligen Vitus (gest. um 304). Der Märtyrer wird als einer der Vierzehn Nothelfer in der römisch-katholischen Kirche verehrt.

Gewidmet ist diese Straße Tile Hagemann (um 1530–1592). Der Uelzener wirkte als Kaufmann, Leinenhändler, Ratsherr, Richter und Kämmerer.

Die Straße erinnert an das niedersächsische Adelsgeschlecht von Estorff, das seit 1292 mit dem Gut Veerßen verbunden ist. Mehrere Mitglieder der Familie engagierten sich über Generationen in der Kommunalpolitik.

Benannt nach Wilhelm Burmeister (1896–1984). Der städtische Angestellte und Zeichenlehrer war auch als Maler tätig.

Benannt nach Wilhelm Seedorf (1881–1984). Der Professor für landwirtschaftliche Betriebslehre war Mitbegründer der modernen Landwirtschaftslehre und als Fachautor anerkannt.

Benannt nach Johann Christian Zimmermann (1702–1783). Der Probst von St. Marien in Uelzen war zugleich ein engagierter Altertumsforscher.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Adolf Bätge (1886–1958). Er galt als eigenwilliger Chronist des Landkreises und bezeichnete sich selbst als Maler und Heimatschriftsteller.

Gewidmet Ernst Alewin (1540–1610). Er war Ratsherr und Stifter des Kronleuchters in der St.-Marien-Kirche.

Die Straße trägt den Namen von Bruno I. von Verden. Als Bischof (962–976) gründete er das Kanonissenstift in Oldenstadt.

Die Straße ist nach Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke (1865–1935) benannt, geboren am Er war Sozialpolitiker und Volkspädagoge.

Gewidmet ist diese Straße Johann Peter Eckermann (1792–1854). Er war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und enger Vertrauter von Johann Wolfgang von Goethe.

Namensgeber ist Franz Elers, (geboren zwischen 1500 und 1510, gestorben 1590). Der Kirchenmusiker veröffentlichte ein lutherisches Gesangbuch in zwei Teilen.

Die Straße erinnert an Ernst Pingel (1907–1979). Er war freischaffender Künstler, insbesondere als Maler tätig.

Benannt nach Friedrich Ebert (1871–1925). Er war SPD-Vorsitzender und amtierte von 1919 bis zu seinem Tod als erster Reichspräsident der Weimarer Republik.

Benannt nach Fritz Reuter (1810–1874). Er zählt zu den bedeutendsten Dichtern und Schriftstellern der niederdeutschen Sprache.

Benannt nach Georg von Engelbrechten (1905–1995). Er war langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der Zuckerfabrik Uelzen.

Benannt nach Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832). Goethe war Dichter, Naturforscher und einer der bedeutendsten Vertreter deutschsprachiger Literatur.

Gewidmet ist diese Straße Gustav Bandmann (1894–1964). Der Lehrer war für seine eindrucksvollen Kohlezeichnungen aus dem Vorkriegs-Uelzen bekannt.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Christian Freiherr von Hammerstein (1769–1850). Der Offizier und landwirtschaftliche Schriftsteller gründete 1830 den Landwirtschaftlichen Verein zu Uelzen.

Benannt nach Hans Seidat (1913–1988). Er bekleidete eine führende Position im C. Beckers Verlag in Uelzen.

Benannt nach Heinrich Oetzmann (Lebensdaten unbekannt). Der Grundstückseigentümer engagierte sich sozial und war von 1952 bis 1956 parteiloser Bürgermeister der damaligen Gemeinde Westerweyhe.

Benannt nach Heinz Lücke (1903–1977). Der Politiker der Deutschen Partei war Abgeordneter im niedersächsischen Landtag und mehrfach Bürgermeister der Hansestadt Uelzen.

Benannt nach Adolf Hochgraefe (1896–1963). Der SPD-Politiker war Ratsherr und mehrfach Bürgermeister der Hansestadt Uelzen (1946–1948, 1950–1952, 1961–1963).

Benannt nach Hugo Steinfeld. Der ehemalige Grundstückseigentümer stellte Flächen für ein Baugebiet im Ortsteil Westerweyhe zur Verfügung.

Benannt nach Karl Heinrich (1890–1945). Der sozialdemokratische Aktivist und Polizeioffizier leistete Widerstand gegen den Nationalsozialismus und starb im Speziallager Nr. 3 in Hohenschönhausen.

Benannt nach Karl Söhle (1861–1947). Der Uelzener war Schriftsteller, Musikkritiker und Musikprofessor ehrenhalber.

Gewidmet ist diese Straße Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau (1786–1832). Der in Uelzen geborene Komponist wirkte in Dänemark. Zu seinen Ehren richtet die Hansestadt alle zwei Jahre den Internationalen Kuhlau-Wettbewerb aus.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Ernst-Otto von Linsingen (1834–1920). Der Jurist aus dem Adelsgeschlecht Linsingen war 41 Jahre Bürgermeister der Hansestadt Uelzen. 1914 wurde ihm als zweitem Uelzener das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Benannt nach Ludwig Erhard (1897–1977). Der Politiker und Wirtschaftswissenschaftler war u. a. Bundeswirtschaftsminister (1949–1963) und gilt als Vater des deutschen Wirtschaftswunders.

Benannt nach Heyno Gottschalk (Geburtsdatum nicht überliefert, 1541 gestorben). Heyno Gottschalk war von 1506 bis 1531 der letzte Abt des Benediktinerklosters Oldenstadt. Er setzte sich früh mit den Schriften Martin Luthers auseinander, übersetzte sie, vermittelte ihre Inhalte und trug so über zwei Jahrzehnte zur Verbreitung der Reformation in der Region bei.

Benannt nach Freiherr Hans von Meding (1868–1917). Der Reichstagsabgeordnete bewirtschaftete erfolgreich das Klostergut Wulfsode und gab die Anregung zur Gründung der Uelzen-Isenhagener Zeitung.

Benannt nach Dr. Heinrich Meyerholz (1894–1981). Der gebürtige Gifhorner war Geschäftsführer des Kreislandwirtschaftsverbandes.

Gewidmet ist diese Straße Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791). Der Salzburger Komponist prägte die Wiener Klassik und zählt zu den größten Musikern der Musikgeschichte.

Gewidmet ist diese Straße Oskar Wachler. Er war Grundbesitzer im Ortsteil Molzen und Mitglied des Gemeinderats.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Paul Tilly (1901–1965). Der Künstler arbeitete für die Buchdruckerei C. Beckers in Uelzen.

Gewidmet ist diese Straße Propst Raven (Lebensdaten unbekannt). Er war erster Propst von Uelzen und stiftete Grundbesitz, um die Heiligen-Geist-Kapelle finanziell zu unterstützen.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Rudolf Schmidt (1914–1988). Der Oberstudienrat am Herzog-Ernst-Gymnasium vermachte sein Vermögen der Stiftung Leben leben.

Benannt nach Rupertus von Nortlo (um 1372–1412). Der Probst stiftete die St.-Viti-Kapelle in Uelzen.

Benannt nach Gerhard von Scharnhorst (1755–1813). Der Lehrer, General und Heeresreformer wirkte als Publizist und Bibliothekar an der Artillerieschule Hannover.

Benannt nach dem Heiligen Georg (gest. um 303). Der Märtyrer gilt als einer der bekanntesten Heiligen der Christenheit und ist Schutzpatron vieler Kirchen.

Benannt nach Theodor Ludwig Kaufmann (1814–1896). Der in Uelzen geborene Maler war als Porträt- und Genrekünstler sowie Fotograf in den USA tätig.

Benannt nach Heinrich Varenius (um 1576–1635). Der lutherische Theologe war Probst in Hitzacker und wirkte zuletzt in Uelzen.

Gewidmet ist diese Straße Leonhard Wächter (1762–1837). Der gebürtige Uelzener war Schulleiter und Schriftsteller in Göttingen und Hamburg.

Die Straße trägt ihren Namen zu Ehren von Wilhelm Busch (1832–1908). Der Dichter und Zeichner prägte den deutschen Humor mit seinen Bildergeschichten und war auch als Maler aktiv.

Gewidmet ist diese Straße Wilhelm Thiermann (1879–1958). Der Jurist war auch als Maler tätig.