Einzelhandelskonzept der Hansestadt Uelzen
Das Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2016 gibt den Rahmen für die Weiterentwicklung des Uelzener Einzelhandels vor. Das Konzept zeigt, welche Bereiche für den Handel besonders wichtig sind, wie die Versorgung in den Stadtteilen gesichert werden kann und wo es Entwicklungsmöglichkeiten für bestimmte Warenangebote gibt.
Das Einzelhandels- und Zentrumskonzept finden Sie im Downlad-Bereich.



Grundlage des Konzepts
Für das Einzelhandelskonzept wurde zunächst untersucht, wie der Einzelhandel in Uelzen aufgestellt ist. Dazu wurden die vorhandenen Geschäfte, ihre Standorte und das Angebot betrachtet. Auch die Nachfrage, das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden sowie die Situation in der Innenstadt wurden ausgewertet.
Ergänzend gab es Befragungen von Haushalten, Einzelhändlern sowie Kundinnen und Kunden. Außerdem wurden Passantenfrequenzen in der Innenstadt gemessen. Aus diesen Ergebnissen entstand ein Bild der Stärken und Schwächen des Uelzener Einzelhandels.
Auf dieser Grundlage wurden Ziele, Standortbereiche, eine Sortimentsliste und Regeln für künftige Einzelhandelsvorhaben erarbeitet. Das Konzept wurde mit Verwaltung, Politik, Fachakteuren und der Öffentlichkeit abgestimmt und vom Rat beschlossen.
Ergebnisse und Empfehlungen
Aus dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept ergeben sich zentrale Empfehlungen für die weitere Entwicklung des Einzelhandels in Uelzen. Diese Ergebnisse fließen in die Bauleitplanung, die Bewertung neuer Einzelhandelsvorhaben, die Steuerung von Ansiedlungen sowie in Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt und der Nahversorgung ein.
Uelzen bietet ein vielfältiges und attraktives Einzelhandelsangebot in allen relevanten Branchen. Insgesamt gibt es gemäß dem Konzept 250 Betriebe mit einer Verkaufsfläche von etwa 120.000 Quadratmetern. Mit 3,5 Quadratmetern Verkaufsfläche pro Einwohner liegt Uelzen deutlich über den Werten benachbarter Städte. Die Innenstadt überzeugt durch eine gute Mischung aus großen Magnetbetrieben und spezialisierten Fachgeschäften, ergänzt durch einen gut besuchten Wochenmarkt.
Das Konzept legt fest, dass sich Geschäfte mit innenstadtrelevanten Sortimenten auf die Innenstadt konzentrieren. Der zentrale Versorgungsbereich umfasst:
- die gewachsene Innenstadt
- Teile der westlichen Bahnhofstraße
Ergänzt wird der Einzelhandel durch das Marktcenter im Süden und den Uhlenköperpark im Westen.
Das flächendeckende Netz von Lebensmittelgeschäften sichert eine gute Nahversorgung, insbesondere in der Kernstadt. Zukünftig sollen Voraussetzungen für Betriebserweiterungen und neue Nutzungen geschaffen werden. Große Betriebe wie Baumärkte oder Möbelhäuser bleiben in den Gebieten Breidenbeck/Fischerhof und Oldenstädter Straße konzentriert, um Verdrängungseffekte zu vermeiden.
Das Konzept sieht Chancen in folgenden Sortimenten:
- Textilien
- Spielwaren, Sport und Freizeit
- Schuhe
- Glas, Keramik, Porzellan und Hausrat
Auch neue Anbieter, die bislang nicht in Uelzen vertreten sind, könnten das Einkaufsangebot bereichern.
Etwa 30 % der Kunden in Uelzen stammen aus dem Landkreis, was die regionale Bedeutung des Standorts unterstreicht. Die Umsätze liegen deutlich über der Kaufkraft im Stadtgebiet, was Uelzens Stärke als Einkaufszentrum bestätigt.