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Masterplan Innenstadt

Uelzen gemeinsam gestalten

Der Masterplan Innenstadt bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung des Uelzener Zentrums. Er bündelt Ziele und Maßnahmen, mit denen die Innenstadt attraktiv, lebenswert und zukunftsfähig gestaltet werden soll.

Denn die Anforderungen an Innenstädte verändern sich. Digitalisierung und Onlinehandel beeinflussen das Einkaufsverhalten. Der demografische Wandel stellt neue Ansprüche an Angebote und öffentliche Räume. Auch die Mobilität entwickelt sich weiter.

Als Ort zum Einkaufen, Arbeiten, Wohnen und Begegnen hat die Uelzener Innenstadt eine wichtige Bedeutung für das städtische Leben. Der Masterplan zeigt, wie diese Funktionen nachhaltig weiterentwickelt werden können.


Worum geht es?

Der Masterplan Innenstadt gilt seit dem 30. Juni 2025 als Grundlage für die weitere Entwicklung der Uelzener Innenstadt. Er ist ein zentrales Element aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und baut auf den Grundlagen und Zielen dieses Konzepts auf. Projekte wie das Mobilitätskonzept, die Entwicklung des Kunst- und Kulturviertels am Schnellenmarkt und die Neugestaltung der Ilmenau-Aue werden eng mit dem Masterplan abgestimmt. So greifen Ziele und Maßnahmen ineinander und unterstützen eine nachhaltige Entwicklung der Innenstadt.

Der Masterplan betrachtet die Innenstadt aus sechs verschiedenen Perspektiven und leitet daraus Handlungsfelder ab. Diese orientieren sich an ihren grundlegenden Funktionen und helfen dabei, den aktuellen Entwicklungsstand systematisch zu untersuchen.

Der Masterplan betrachtet die Innenstadt aus verschiedenen Perspektiven. Diese orientieren sich an den grundlegenden Funktionen der Innenstadt und tragen dazu bei den aktuellen Entwicklungsstand in der Innenstadt systematisch zu untersuchen.

Lebenswert wohnen
Die Innenstadt ist auch Wohnort, jedoch mit besonderen Qualitäten und Herausforderungen. Hier wird die Frage verfolgt, welche Wohnangebote und welche Qualitäten im Wohnumfeld für eine zukunftsfähige und lebendige Innenstadt entwickelt werden können.


Nachhaltig unterwegs
Die Innenstadt muss aus der Stadt und der Region gut erreichbar sein. Zugleich braucht sie sichere und direkte Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende.

Dabei gilt es, Mobilität und Aufenthaltsqualität miteinander zu verbinden. Verkehr, Erholung, Begegnung und die Nutzung öffentlicher Räume müssen gut aufeinander abgestimmt werden.


Gemeinsam verweilen
Die Stadt gestaltet den öffentlichen Raum so, dass Menschen gern bleiben, sich begegnen und miteinander ins Gespräch kommen. Dazu gehören attraktive Plätze, Sitzmöglichkeiten, Grünflächen und Angebote für unterschiedliche Altersgruppen.


Vielfältig handeln
Eine Hauptfunktion der Innenstadt ist der Handel. Hier wird betrachtet, wie vielfältig das derzeitige Angebot aufgestellt ist und ob es verschiedene Zielgruppen anspricht.


Überraschend genießen
Neben dem Handel sind auch Gastronomie, Feste und Kultur Elemente, die der Innenstadt im Stadtgefüge eine besondere Stellung verleihen. Hier wird die Frage in den Fokus gerückt, ob druch Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure Synergien entstehen können. 


Vernetzt vermarkten
Die Zusammenarbeit und Vernetzung verschiedener Innenstadtakteure ist Voraussetzung für die Umsetzung von Maßnahmen und somit eine Fragestellung, die übergreifend verfolgt wird. 

Das Leitbild zeigt, wie sich die Innenstadt künftig entwickeln soll. Es dient allen Beteiligten als gemeinsamer Orientierungsrahmen für die weitere Gestaltung und Erneuerung der Uelzener Innenstadt.

Innovation erneuern!

Neue Ideen und gemeinsames Handeln ermöglichen die Aufwertung von Wohnraum.

Komm in die Innenstadt!

Breit aufgestellte und ansprechende Angebote und Gelegenheiten für alle.

Kultur nach draußen holen!

Vielfältiges Angebot nach außen öffnen.

Entschleunigt ans Ziel!

Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität.

Mach mal Pause!

Raumpotenziale kleinräumig akzentuieren.

Miteinander gestalten!

Gemeinsam und sichtbar handeln und mitgestalten.


Umsetzung

Im Beteiligungsprozess wurden Projektbeispiele ausgewählt, die mehrheitlich als konsensfähig, wirkungsvoll und umsetzbar gelten. Sie wurden zu vier Leitmaßnahmen gebündelt. Diese benennen die Schwerpunkte, mit denen die Ziele des Leitbildes umgesetzt werden sollen. Die einzelnen Projekte werden schrittweise konkretisiert und den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.

Die Uelzener Innenstadt wird seit einigen Jahren über das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ unterstützt. Erste Sanierungen wurden umgesetzt. Dennoch besteht weiterhin großer Sanierungsbedarf.

Sanierungsberatung und Vernetzung
Eine kostenlose und unabhängige Sanierungsberatung soll Eigentümerinnen und Eigentümer beim Einstieg in eine Gebäudesanierung unterstützen. Sie informiert über mögliche Maßnahmen und Förderprogramme, hilft bei Anträgen und vermittelt Kontakte zu Behörden, Fachleuten und Handwerksbetrieben. Beispiele gelungener Sanierungen und gemeinsame Veranstaltungen geben zusätzliche Anregungen und fördern den Erfahrungsaustausch.

Weiterführung Städtebauförderung
Die bisher bewilligten Mittel aus dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“ sind bereits verplant. Da noch nicht alle Sanierungsziele erreicht sind, soll geprüft werden, ob die Förderung verlängert werden kann. Zugleich sollen die Förderkriterien für private Eigentümerinnen und Eigentümer überarbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Baudenkmäler und Gebäude, die das Stadtbild prägen. Auch öffentliche Plätze und Straßenräume sollen weiter aufgewertet werden.

In der Uelzener Innenstadt fehlen ruhige, schattige Aufenthaltsorte ohne Konsumzwang. Besonders ältere Menschen, Familien, Kinder und Jugendliche profitieren von solchen Rückzugsorten. Angesichts zunehmend heißer Sommertage sollen mehr kleinteilige Grünflächen entstehen. Dieser Wunsch wurde auch im Beteiligungsprozess häufig geäußert.

Marienkirchhof als Grüner Ruheort
Der Platz an der St. Marienkirche soll mit Sitzgelegenheiten, Beleuchtung und Begrünung zu einem ruhigen, schattigen Aufenthaltsort werden. Die Ausstattung soll nachhaltig, wetterfest und bei Veranstaltungen flexibel nutzbar sein. Laute Angebote sind wegen der Nähe zur Kirche nicht vorgesehen.

Pocket Parks
Mehrere kleine Flächen in der Innenstadt sollen als Pocket Parks begrünt und zu angenehmen Aufenthaltsorten entwickelt werden. Je nach Standort sind Sitzgelegenheiten, ein Boulefeld oder essbare Pflanzen vorgesehen. Die kleinen Grünflächen können zugleich an heißen Tagen für Abkühlung sorgen.

Attraktivierung von Sammelparkplätzen
Große Sammelparkplätze und Parkhäuser rund um die Innenstadt sind oft weniger ausgelastet als Stellplätze in den Straßen. Damit die Parkplätze attraktiver werden, sollen sie sicher, gut beleuchtet und barrierefrei mit der Innenstadt verbunden sein. Klare Fußwege, Schatten und eine verständliche Verkehrsführung sollen die Orientierung für Autofahrende erleichtern.

Anwohnerparken
In der Innenstadt fehlen vielen Wohngebäuden eigene Stellplätze. Für Anwohnende soll deshalb geprüft werden, ob Parkausweise künftig auch für Sammelparkplätze und Parkhäuser gelten können. Carsharing kann zusätzlich den Bedarf an privaten Autos und Stellplätzen verringern.

Verkehrslenkung in der Innenstadt
Durchgangsverkehr soll reduziert und die Regeln in den verkehrsberuhigten Einkaufsstraßen besser sichtbar gemacht werden. Eine Verkehrsstudie soll prüfen, wie Sicherheit und Aufenthaltsqualität verbessert werden können, ohne die Erreichbarkeit mit dem Auto einzuschränken.

Kurze Wege und persönliche Kontakte sind eine Stärke der Uelzener Innenstadt. Austausch und Vernetzung sollen weiter ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen leicht zugängliche Angebote für Jugendliche und kreative Erwachsene. Sie sollen neue Impulse setzen und die Innenstadt als Treffpunkt stärken. Zwei miteinander verbundene Maßnahmen greifen dieses Ziel auf.

Stadtbücherei als „Dritter Ort“
Die Stadtbücherei soll zu einem offenen Treffpunkt für unterschiedliche Generationen weiterentwickelt werden. Ein Lesecafé, ein einladender Eingangsbereich und vielseitig nutzbare Räume sollen Begegnung ermöglichen, ohne die ruhige Atmosphäre der Bücherei zu verlieren.

Innovation Hub
Der Innovation Hub soll ein offener Treffpunkt für kreative Ideen, Gründungen, Weiterbildung und Austausch werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Innenstadt und Einzelhandel. Gemeinsam mit der Ostfalia wird geprüft, welche Räume, Partner und Finanzierungswege dafür geeignet sind.


Bürgerbeteiligung

Viele Menschen haben sich am Masterplan für die Uelzener Innenstadt beteiligt: Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende, Ratsmitglieder, Fachleute aus Verwaltung und Verbänden. Formate waren Ausstellungen, Ideenwerkstätten, Workshops mit Vereinen, Verbänden sowie ein Reallabor in der Lüneburger Straße mit Beteiligungsaktionen.

Masterplan Innenstadt
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